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13.11.2010 - IM 70.3 World Champion Chips Clearwater/Florida

Rennbericht aus Clearwater/Florida von Gerhard Neye


Ein tolles Triathlon-Ereignis ist schon wieder Vergangenheit.
Mit 1700 qualifizierten Teilnehmern aus 60 Ländern startete am 13. Nov. um 6:30 Uhr Ortszeit der IRONMAN World Championship 70.3 in Clearwater Beach mit den für USA typischen Feierlichkeiten wie Nationalfahne hissen und Nationalhymne singen.
Der Start der männlichen Profis war um 6:45. Einziger deutscher Profi war Vorjahres-Sieger Michael Raelert. Wir 28 Senioren der Altersklasse 65- 69 starteten mit den über 55 jährigen gemeinsam um 7:00 Uhr Ortszeit.
Das Wasser war sehr kalt und aufgewühlt. Ursache dafür war angeblich ein Kälteeinbruch, hervorgerufen durch eine Kaltfront aus Canada - hier gaben schon einige der  Teilnehmer auf. Bei den eher schlechten Bedingungen war meine Schwimmzeit mit 41 Minuten für mich jedoch überraschend gut; muß wohl an unserem professionellen Technik-Training mit Holger gelegen haben. Besonderer Service des US-Orga-Teams: Den Schwimm-Anzug  haben  mir dann vor dem Wechselzelt 3 Helfer vom Leib gezottelt.
Dann ging es aufs Rad. Clearwater ist bekannt für schnelle Radzeiten. Berüchtigt ist vor allem das Windschattenfahren in Pulks mit 30 bis 50 Teilnehmern. Bei einer Zeitstrafe von nur 4 Minuten nehmen viele Teilnehmer die unerlaubte und sehr gefährliche  Möglichkeit für eine gute Radzeit aber in Kauf. Für mich galt es fair und nach den Triathlon-Regeln das Radfahren über die Runde zu bringen. Mit  2: 45 Std. für meine Radzeit war ich durchaus zufrieden.
Hatten wir beim Radfahren noch Wind, war es inzwischen für das Laufen sehr heiß; ca. 30 Grad. Besonders hart war gleich am Anfang der Anstieg zur Clearwater-Brücke und vor allem das Abwärtslaufen von der Brücke. Es ging mir sofort hinten in die Oberschenkel und um ein Verkrampfen zu vermeiden, begann ich rückwärts von der Brücke zu laufen. An jedem Getränkestand nahm ich nun Gels, Cola, Wasser und auch Salztabletten zu mir. Diese Prozedur mit dem rückwärts von der Brücke laufen wiederholte sich noch drei mal, aber ich schaffte es bis ins  Ziel, mußte dabei aber leider noch zwei AK-Konkurrenten an mir vorbei ziehen lassen.
Mit 5: 52 Std. habe ich meine persönliche Bestzeit aufgestellt. Mein 12. Platz in der AK-Weltmeisterschafts-Wertung ist für mich ein toller Erfolg.
Die IRONMAN-Organisation war wieder einmal großartig und der Helfer-Einsatz war nicht zu übertreffen - so zählt das Triathlon- Ereignis in Clearwater zu einem Höhepunkt in meiner Sportler-Laufbahn.

Es grüßt euch aus dem inzwischen wirklich heißen Florida,
Gerhard

 


Anlage (PDF): Clearwater2010.pdf

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