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06.11.2010 - New York City Marathon

17.11.2010 Regionale Rundschau: Durch die Straßen von New York

Damian Roskosch erfüllt sich einen Marathon-Traum

Von Malte Bürger

New York·Stuhr. Zum Jubiläum sollte es etwas Besonderes sein - die Erfüllung eines lang gehegten Traumes kam gerade recht. Damian Roskosch ist Langstreckenläufer aus Leidenschaft, zu seinem 50. Geburtstag hat er sich nun ein ganz spezielles Geschenk von seinen Liebsten machen lassen: die Teilnahme am New-York-Marathon. 'Das war einfach unglaublich, ein wunderbares Gefühl', schwärmt er rückblickend. Dass seine Gesamtzeit im Ziel dabei knapp über fünf Stunden lag, wurmt den Läufer des LC Hansa Stuhr keinesfalls. 'Wenn man sich eine Flasche Wein für 100 Euro kauft, dann trinkt man sie auch nicht in einem Zug aus, sondern genießt es. Und genau das habe ich in New York auch getan', berichtet Roskosch.

Die Bilder sind noch ganz frisch im Gedächtnis. Rund 43000 Athleten auf der Strecke und noch weitaus mehr Zuschauer am Rand. 'Die Menschen sind einfach begeistert, die stehen in Schlangen, um die Läufer zu sehen und zu beklatschen. Das ist einfach toll', erinnert sich der 50-Jährige. 'Bei vielen Veranstaltungen in Deutschland bleiben die Zuschauer vielleicht eine Stunde im Zielraum stehen, in New York warten sie größtenteils tatsächlich bis zum allerletzten Läufer. Einfach sensationell.'

Schlangestehen mussten allerdings teilweise auch die Starter - zumindest wenn sie sich noch einmal kurz vor dem Rennen erleichtern wollten. 'Es standen vielleicht 1000 Toilettenhäuschen zur Verfügung. Da musste man schon rund 50 Minuten Wartezeit einplanen', erinnert sich Roskosch lachend zurück. 'Auch eine Erfahrung, die man erst einmal machen muss. Auf der Strecke war das kaum anders. Wenn man dort beispielsweise gesehen hat, wie viele gebrauchte Becher an der Verpflegungsstation auf dem Boden liegen. Wahnsinn.'

Kälte stört überhaupt nicht

Seit fünf Jahren gehört Roskosch dem LC Hansa an, organisiert mittlerweile auch den Zeitsprung-Marathon in Bremen-Nord Ende Oktober. Viel Zeit zum Verschnaufen blieb ihm nach der jüngsten Ausgabe allerdings nicht, die Vorbereitungen für die Reise über den großen Teich mussten getroffen werden.

Und drei Tage vor dem Rennen war es dann endlich so weit, sein Flieger setzte auf US-amerikanischem Boden auf: Das Abenteuer konnte beginnen. 'Am Anfang hatten wir mit dem Wetter überhaupt kein Glück. Es regnete und regnete', blickt er zurück. 'Doch Tag für Tag wurde es besser, beim Marathon war es dann einfach traumhaft. Sonne, Sonne und nochmals Sonne.' Da störte auch die Temperatur von vier bis fünf Grad Celsius kaum.

Die folgenden 42,195 Kilometer hat der Stuhrer dann ausgiebig inhaliert. 'Ich habe immer wieder angehalten und Fotos gemacht. Die Zeit war überhaupt nicht wichtig. 400 Meter vor dem Ziel habe ich noch einem Zuschauer meine Kamera in die Hand gedrückt, damit er ein Bild macht. Der wollte unbedingt, dass ich schnell weiterlaufe, aber das war mir egal.' Zu groß war die Faszination der Umgebung. 'Der Einlauf in den Central Park und die dortige Stimmung sind einmalig. Das ist etwas komplett anderes als ein Marathonrennen in Bremen oder Hamburg. Da liegen Welten dazwischen, das muss man erlebt haben.'

Nach dem Rennen hat Damian Roskosch den Abend dann gemütlich beim Pizza-Essen ausklingen lassen - und bereits Pläne für das kommende Jahr geschmiedet. 'Ich bin 2011 auf jeden Fall wieder dabei', verspricht er. Und dieses Mal hat er sich auch eine zeitliche Vorgabe gesetzt. 'Ich möchte unbedingt unter die Vier-Stunden-Marke kommen, denn dann steht der Name am nächsten Tag in der New York Times', erzählt er schmunzelnd.

Quelle: www.weser-kurier.de

 

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