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Marathon in Bremen 2011 Vorbericht

beim Bremen-Marathon

Bremen-Marathon: Sebrantkes Tunnel endet am Roland

Einzigartiges ist möglich: Wenn Oliver Sebrantke vom LC Hansa Stuhr am Sonntag den Bremen-Marathon gewinnt, und alles andere wäre eine Enttäuschung für den Topfavoriten, sichert er sich sein ganz persönliches Triple.

Das Ziel hat Oliver Sebrantke klar definiert. Der Stuhrer will den Bremen-Marathon gewinnen. Es zählt nur Platz eins. 

In Rostock überquerte er die Ziellinie Anfang, in Bremerhaven Ende August als Erster. Fehlt noch der Triumph beim Heimspiel. Sebrantke wäre der Erste, dem dieses Kunststück gelingt. Ernsthafte Konkurrenten? „Noch habe ich keinen gesehen“, sagt der Stuhrer.

Das klingt selbstbewusst, und so ist es auch gemeint. „In Bremen können mich eigentlich nur zwei Läufer schlagen. Und die haben beide nicht gemeldet“, berichtet der 35-Jährige. Gemeint sind Vorjahressieger Martin Skalsky und Rolf Schwabe. Der Mainzer Skalsky ist in diesem Jahr scheinbar nicht im Heimaturlaub bei seiner Syker Verwandtschaft, und auch Schwabe vom VfB Fallersleben stand bis gestern nicht auf der Teilnehmerliste.

„Das kann aber noch kommen“, mahnt Sebrantke zur Zurückhaltung. Eine Nachmeldung von Skalsky käme für den Sieger von 2009 wohl tatsächlich einer bösen Überraschung gleich. Schwabe hingegen macht Sebrantke weniger Angst: „Ihn konnte ich bislang immer schlagen.“ Organisator Utz Bertschy sieht bislang ebenfalls keinen Herausforderer am Horizont: „Aus regionaler Sicht wird Oliver schwer angreifbar sein. Er wird die Stuhrer Fahne schon hochhalten.“ Die Organisatoren erwarten eine Zielzeit um die 2:30 Stunden, Skalsky kam im vergangenen Jahr nach 2:31:42 ins Ziel. „Das ist natürlich nicht ganz so flott wie die 2:03:38 Stunden von Berlin (der Kenianer Patrick Makau stellte vor drei Tagen einen neuen Weltrekord auf, Anm. d. Red.). Aber wir haben uns ja auch vom Profi-Sport gelöst“, sagt Bertschy.

Stattdessen könne Bremen „eine der schönsten Strecken Norddeutschlands, wenn nicht der ganzen Republik“ bieten, so Bertschy. Für einen romantischen Blick Richtung Roland, Werdersee und Bürgerpark wird der große Favorit allerdings keine Zeit haben. „Kurz vor dem Start ziehe ich mich schon zurück, mache nur noch mein Ding“, sagt Sebrantke, „und wenn ich den Schuss höre, habe ich nur noch meinen Tunnelblick.“

Die Bestzeit des Stuhrers liegt bei 2:33 Stunden. In Bremerhaven gewann er in 2:38:42. Viel besser wird es nicht werden, fürchtet Sebrantke: „Ich schätze, dass wir bei 17 Grad starten und bei 25 Grad ins Ziel kommen. Das ist zu warm für mich. Außerdem muss man mehr trinken. Dabei verliert man Zeit. Also wird es ein Platzierungslauf.“

Ein Rennen, das nur auf dem obersten Podest enden darf. Diesen Druck hat Sebrantke jetzt. Und dafür landen bei ihm am Samstagabend „auch Nudeln“ auf dem Teller, wie bei jedem normalen Erststarter. „Ob die ‘was bringen, ist eine andere Sache. Aber man will nichts falsch machen.“

Nach einem Ermüdungsbruch im Frühjahr, unter dem er „gelitten“ hat, gibt Sebrantke alles dafür, 2011 einzigartig abzurunden.

 

Quelle: Weser Kurier/Diepholzer Kreiszeitung vom 28.09.2011

 

 


Anlage (PDF): Olli-Bremen.pdf

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