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31.12.2011 - 35. Silvesterlauf in Fahrenhorst

Schöner Jahresausklang für Sebrantke

Fahrenhorst. Er wirkte unglaublich locker, als er die Ziellinie passierte. Die Gesichtszüge so entspannt wie nach einem angenehmen Mittagsschläfchen. Ein Lächeln, ein freudiges Winken - Oliver Sebrantke sah wirklich nicht aus wie einer, der gerade 13,5 Kilometer gerannt war, und das noch auf glitschigem Untergrund. Kurz zuvor hatte das Langstrecken-Ass das Jahr 2011 auf seine ganz eigene, souveräne Art beendet: als unangefochtener Sieger des traditionsreichen Silvesterlaufs in Fahrenhorst.

Die 35. Auflage schien wie gemalt zu sein für Sebrantke. Der Mann vom gastgebenden LC Hansa Stuhr hatte es bereits geahnt. "Es war keine echte Konkurrenz angekündigt", erklärte er im Anschluss, "und dabei ist es auch geblieben."

Zusammenfassend sprach Sebrantke von einem "richtig schönen Ding und schönen Jahresausklang", den er nach exakt 48,55 Minuten hinter sich gebracht hatte und der für ihn eher Bestandteil seines persönlichen Trainingsplans war, denn ein Rennen, auf das er explizit hinarbeitete. "Tags zuvor bin ich noch 25 Kilometer gelaufen", bekannte er. Auf der Strecke rund um den Sportplatz von Fahrenhorst merkte man davon nichts. Es kam vielmehr zu der erstaunlichen Konstellation, dass Oliver Sebrantke von Anfang an mehr Gas gab als jene Aktiven, die die Kurzstrecke von 4,5 Kilometer in Angriff nahmen. Er diktierte das Teilnehmerfeld, ohne selber taktieren zu müssen. "Vom Gefühl her war es einfach perfekt", sagte Sebrankte hinterher, "ich musste nie ans Limit gehen."

Auch der aufgeweichte Boden habe ihm keine Probleme bereitet: "Das war absolut in Ordnung. Man musste mal am Rande einer Pfütze vorbeilaufen, mehr war aber nicht. Alles kein Problem." In jedem Fall seien die Bedingungen deutlich besser gewesen als im Jahr zuvor bei Schnee und Eis.

Und doch: Tückisch war es durchaus. Das erklärte unter anderem Mario Lawendel, auch er vom LC Hansa. Nachdem er die 4,5 Kilometer in sehr guten 16,04 Minuten für sich entschieden hatte, sprach er von einem "sehr anspruchsvollen Rennen". Zumal man auf Spikes verzichten musste. "Wir mussten ja auch 500 Meter über Asphalt laufen, und da hätte man die Spikes nicht gebrauchen können", erklärte Lawendel. Dadurch seien die Waldpassagen jedoch ziemlich heikel gewesen. Die Rutschgefahr war latent. Lawendel lief die ersten zweieinhalb Kilometer Seite an Seite mit seinem Vereinskollegen Oliver Sebrantke, ehe dieser das Tempo nochmals anzog. Am Ende gewannen aber beide.

Beste Voraussetzungen jedenfalls für den folgenden Abend: Lawendel und Sebrantke, die zuvor gemeinsam dem Silvesterlauf ihren Stempel aufdrückten, feierten gemeinsam ins neue Jahr. Dem fiebert Mario Lawendel schon jetzt entgegen. Sein Fokus gilt ab sofort dem Iron Man, den er am 8. Juli in Frankfurt bestreiten will. Die direkte Vorbereitungsphase begann für ihn bereits gestern.

Zufriedenheit strahlte auf Seiten des LC Hansa Stuhr allerdings nicht nur das Duo Sebrantke/Lawendel aus. Auch Jan Simon Neubauer machte einen glücklichen Eindruck, obwohl er gar nicht mitgelaufen war - aus gutem Grund. Wieder einmal zeichnete der erfolgreiche Triathlet für die Gesamtorganisation verantwortlich. Und wieder gab es eine Menge zu tun. Insgesamt hatten 509 Aktive für den Silvesterlauf gemeldet - mehr als 2010. Damals sorgten spiegelglatte Anfahrtswege dafür, dass etliche Läufer auf einen Start verzichten mussten. Diesmal gab es bei Nieselregen und Plusgraden keine Probleme.

"Deswegen können wir mit der Veranstaltung sehr zufrieden sein", resümierte Neubauer. "Gut war auch, dass wir dieses Mal wieder den Sportplatz nutzen konnten, der im vergangenen Jahr gesperrt war."

Viele Stammläufer

So konnte das Gros der Läufer, das aus Bremen und dem Bremer Umland stammt, ungehindert nach Fahrenhorst reisen. Andere kamen von noch weiter her - mitunter sogar aus dem Süden der Republik. "Mittlerweile haben wir viele Stammläufer, die eigentlich immer dabei sind", weiß Jan Simon Neubauer. Der gute Name eilt dem Silvesterlauf voraus, die Bedingungen werden von den meisten Athleten geschätzt. Eventuelle Rückfragen können unter anderem an Oliver Sebrantke und Mario Lawendel gerichtet werden . . .

Quelle: Weser Kurier / Syker Kurier vom 02.01.2012

 

 

13,5 km
Name JG AK Platz gesamt Platz AK Strecke Zeit
Oliver Sebrantke 1976 M35 1 1 13,5 km 00:48:53
Beckröge, Lutz-Werner 1954 M55 47 7 13,5 km 01:08:08














9,5 km
Sabrina Evers 1980 Frauen 12 6 9,5 km 00:49:35
Ute Diehl 1967 W40 20 7 9,5 km 00:52:46
Björn Jüttner 1981 Männer 16 12 9,5 km 00:38:49
Thomas Spiecker 1966 M45 23 4 9,5 km 00:39:41
Andreas Ulbricht 1963 M45 34. 12 9,5 km 00:41:26
Jörg Müller 1965 M45 39. 15 9,5 km 00:42:04
Holger Bademeister 1964 M45 40. 16 9,5 km 00:42:26
Florian Walter 1970 M40 43. 6 9,5 km 00:42:37
Lutz Tappert 1961 M50 45. 5 9,5 km 00:42:55
Michele Fabozzi 1958 M50 51. 6 9,5 km 00:43:36
Frank Ruhland 1962 M45 70. 23 9,5 km 00:46:00
Florian Schigelski 1974 Männer 73. 28 9,5 km 00:46:11
Stefan Bublitz 1978 Männer 85. 31 9,5 km 00:47:43
Sven Hövelmann 1970 M40 114. 21 9,5 km 00:49:51
Gerhard Neye 1943 M65 127. 2 9,5 km 00:51:29
Lutz Spanehl 1960 M50 132. 21 9,5 km 00:52:03
Lothar Oeljeschläger 1963 M45 136. 33 9,5 km 00:52:29
Volker Diehl 1964 M45 141. 34 9,5 km 00:52.47
















4,5 km






Mario Lawendel 1983 Männer 1 1 4,5 km 00:16:04
Lars Silze 1994 m. Jugend B 2 1 4,5 km 00:16:22
Eyk Erik Thalau 1995 m. Jugend B 28 3 4,5 km 00:20:43
Tamme Reimers 1998 Schüler B 35 2 4,5 km 00:21:18
Malte Dörgeloh 1998 Schüler B 38 3 4,5 km 00:21:51
Caroline Bothe 1997 Schülerinnen A 16 1 4,5 km 00:23:20
Dörthe Krumsieg 1979 W30 19 1 4,5 km 00:24:00
Ingrun Hartmann 1962 W45 33 4 4,5 km 00:26:57








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