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04.03.2012 - Antalya Marathon

 

Stuhr (el). Oliver Sebrantke hat seine Marathonsaison 2012 an der türkischen Riviera eröffnet. Der Start beim 7. internationalen Marathon in Antalya verlief für den Langstreckler vom LC Hansa Stuhr allerdings nicht ganz nach Wunsch. In 2:37:55 Stunden finishte Sebrantke auf dem vierten Platz.

„Wer mich kennt, weiß, dass ich mit dieser Platzierung höchst unzufrieden bin“, gibt Oliver Sebrantke offen zu. Der Stuhrer war in die Türkei gereist, um dort seinen ersten Marathonsieg in 2012 zu feiern. Doch dann machte er die schmerzliche Erfahrung, „dass ein Marathon erst auf der Ziellinie zu Ende ist“.

Bis zum Halbmarathonwendepunkt, den Sebrantke gemeinsam mit Vorjahressieger Sascha Velten (Lüchtringhauser TV) in 1:16:08 Stunden passierte, lief für den Stuhrer alles nach Plan. Mit einer leichten Tempoverschärfung setzte sich Sebrantke dann auch von seinem ärgsten Verfolger ab. „Dabei fühlte ich mich großartig“, schildert Sebrantke. Doch damit war es bei km 32 vorbei: Mit heftigen Magenkrämpfen musste der Stuhrer sein Tempo drosseln und fiel bis auf Platz fünf zurück. Nach 40 km konnte er noch einen Platz gut machen, die ersten drei Plätze machten allerdings Yücel Aidin (2:34:08), Sascha Velten (2:35:13) und Murat Kaya (2:36:14) unter sich aus. Im Ziel hatte sich Sebrantke schnell wieder erholt und war dann doch überrascht, dass die gelaufene Zeit eigentlich noch „ganz ordentlich“ ausgefallen war.

Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier vom 06.03.2012 (von Christiane Golenia)

 

 

Ollis Bericht vom Antalya Marathon:

Eigentlich lief alles perfekt.Meine Vorbreitung war gut und mein bezogenes Hotel war/ist in ruhiger Lage nahe der Start/ziel Linie gelegen. Schon morgens beim ersten Bilck aus dem Fenster sah man sofort, dass es ein windiger Tag wird, womit an der Küste allerdigs auch zu rechnen ist. Der Himmel war blau ohne eine Wolke. Der Startschuss fiel zusammen mit dem 10km Lauf und dem Halmarathon, was es mir am Anfang sehr schwer machte meine Gegner ausfindig zu machen. Erst beim ersten Wendepunkt (für die 10km Läufer) nach 5 km merkte ich, dass ich der führende im Marathon war da sich das Führungsauto vor mich setzte. Ein kurzer Bilck nach hinten zeigte mir aber, dass ich nicht alleine war. 3 andere Marathonis waren ca. 50 m hinter mir. Ich ließ mich kurz zurückfallen um in der Gruppe mitzulaufen, denn man sollte nicht versuchen einen Marathon schon nach 5 km zu entscheiden, auch wenn man sich da noch super fühlt. Beim zweiten Wendepunkt (für den Halbmarathon) waren wir nur noch zu Dritt und durch eine kurze Tempoverschärfung konnte ich einen weiteren Läufer abschütteln ich konnte mich mit meinem Mitläufer prima in der Führungsarbeit und in dem Kampf gegen den Wind abwechseln. Alles lief nach Plan und bei unserem Wendepunkt nach 21 km entschloss ich mich dazu jetzt die Entscheidung herbeizuführen. Schnell konnte ich mich absetzen und einen ca. 200 Meter Abstand erlaufen. Ich lag also mit ordentlich Abstand nach Hinten in Führung und fühlte mich großartig. Selbst die vielen schweren Steigungen machten mir nichts aus. Ich sah mich schon mit einem mit einem Coktailglas mit Schirmchen am Strand von Antalya liegen, denn der Sieger (und auch der zweit- und drittplatzierte) sollten als Siegerprämie einen einwöchigen All-Inklu. Urlaub in einem 5 Sterne Hotel in Antalya gewinnen. Aber wie ich schmerzlich erfahren mußte, hat ein Marathon seine eigenen Gesetze. Bei km 32 bekam ich plötzlich von einem auf dem anderen Moment Magenkrämpfe. Ein stechen wie ich es vorher noch nie erlebt habe. Ich erwischte mich selber wie ich in Führung liegend darüber nachdachte aus dem Rennen auszusteigen. Mein Tempo mußte ich sehr drosseln und schnell kamen meine Gegner von hinten angerauscht. Meine Margenprobleme wurden immer schlimmer. Als der Erste an mir vorbei ging dachte ich noch, dass ein Zweiter Platz ja auch ganz okay ist, aber schnell kamen auch der Dritte, Vierte und auch der Fünfte an mir vorbei. Das Rennen war für mich vorbei und es galt nur noch irgendwie zu finishen. Beim km40 konnte ich sogar wieder einen Platz gut machen, da der viert Platzierte zu gehen begann. Im Ziel mußte ich mich erstmal hinknien und mich mit meinen Margen beschäftigen, aber genauso schnell wie die Krämpfe kamen, waren sie auch wieder weg. Nach 5 Minuten Ruhe, ging es mir schon wieder blendend. Als ich später meine Zielzeit mit 2:37:55 erfahren habe, war ich umso überraschter über die dann doch ganz ordentliche Zeit, denn die letzten Kilometer kamen mir geschlichen vor. 

Gelernt habe ich dass ein Marathon erst nach der Ziellinie zu Ende ist und keinen Meter früher. Diese schmerzliche Erfahrung nehme ich aus Antalya mit, denn wer mich kennt weiß, dass ich mit dieser Plazierung natürlich höchst unzufrieden bin. Für die Umstände ist die Zeit aber noch ganz okay.

 Antalya ist auf jeden Fall eine Reise wert. Den Sonnenbrand habe ich mir auch so geholt, so dass ich im Sommer dann wohl doch woanders hinfahren werde. :-)

 

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