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12.05.2012 - 4. Binzer Halbmarathon auf Rügen

 

12.05.2012 - Binzer Halbmarathon
Name     AK  Platz gesamt  Platz AK  Strecke Zeit
Stridde Robert MHK 4 1 21,0975 01:21:53
Schierenbeck Ronny M 45 22 5 21,0975 01:41:55
 

Ergebnisse

 

Robert & Ronny kurz vorm Lauf

Starterfeld

4. Binzer Halbmarathon am 12. Mai 2012 – ein Reisebericht von Ronny Schierenbeck

 

Zwei Athleten vom LC Hansa Stuhr, Robert Stridde und Ronny Schierenbeck,  waren am vergangenen Wochenende losgezogen, um einen Halbmarathon auf der schönen Insel Rügen zu finishen.

 

Nach 7 Stunden Autofahrt sind wir am Veranstaltungsort, dem Örtchen Binz auf der Insel Rügen angekommen, um am 12.05.2012 am 4. Binzer Halbmarathon teilzunehmen.

 

Wie stand es doch so schön in einem Fachblatt: “ein sehr anspruchsvoller Lauf“, da wusste ich noch nicht, was das wohl heißen mag….

 

Einen Tag vorher angereist, abends noch schön einen Teller Nudeln gegessen (soll ja helfen, sagt man) und dann sind wir morgens um 10:00 Uhr vor Ort gewesen.

 

Das erste,  was mir aufgefallen ist, war das „Bremer“ Wetter dort: heftige Windböen,  ein Mix aus Sonne und Wolken und die Temperatur bei knapp 10 Grad (aber trocken….). Es sind mir sogar Läufer mit Winterjacke und Handschuhen entgegen gekommen.

 

Wir sind mit großen Zielen hier angereist: Robert hatte in den letzten 2 Jahren schon den silbernen und den bronzenen Pokal für den 2. und 3. Platz seiner Alterklasse ergattert, da war klar, was noch fehlt -  der erste Platz musste her.

 

Robert hatte letztes Jahr mit 1:28:32 das Rennen beendet und hat verkündet, dass er dieses Jahr wohl eine 1:25:00 laufen muss. Ein wages Unterfangen bei diesen Wetterbedingungen.

 

Ich dagegen wollte nur meine Bestzeit vom Halbmarathon in Bremen letztes Jahr Oktober verbessern, die stand bei 1:55:25 Stunden. Mir wurde allerdings ein wenig mulmig, weil mir ein anderer Läufer, kurz vorm Start berichtete, dass dieser Lauf wohl ca. 12 Minuten gegenüber einem Flachlandlauf kosten würde.

 

Es waren insgesamt knapp 300 Läufer am Start.

Pünktlich um 11:45 Uhr erfolgte der Start.

Wir liefen erst ein Stück an der Promenade lang, um dann wieder beim Startpunkt vorbei auf die Strecke losgelassen zu werden.

 

Ich habe mich mal wieder vom Beifall der Zuschauer beeinflussen lassen und bin in den ersten Kilometer viel zu schnell gelaufen.

Aber entgegen meiner vorherigen Läufe, habe ich sofort auf die Bremse gedrückt und bin genau meine kalkulierten 5:00min pro Kilometer gelaufen, was genau 12 Km/h entspricht.

 

Einige Läufer zogen an mir vorbei, ich habe mir noch extra ihre Laufbekleidung gemerkt, in der wagen Hoffnung, sie im Laufe der 21,0975 Km wieder zu überholen.

 

Der Klünderberg war der erste „Hügel“, schlappe 11% Steigung standen uns bevor, ehe wir richtig in die Granitz gelaufen sind. Hier ging es ständig rauf und runter, teilweise bis 20%.

 

Da kam mir mein Trainingslager auf Mallorca mit den Tri-Wölfen im April sehr entgegen.

Gut ausgerüstet wie ich war, bin ich an jeder Verpflegungsstelle vorbei gelaufen.

Ab Kilometer 8, war dann „Schluss mit lustich“.

 

Ich habe einen nach dem anderen vor mir laufenden Läufer überholt und wurde immer schneller. Der Blick auf meine Laufuhr warnte mich aber, es lagen schließlich noch 13 Kilometer vor mir. Der Schnitt ging aber immer weiter Richtung 4:30 Uhr pro Kilometer.

 

Einen lustigen „Zwischenfall“ hatte ich noch, als ich an 2 jungen Läufern mit dicken Kopfhörern, vorbei gelaufen bin. Der eine junge Mann wollte sich nicht so ganz anschütteln lassen von mir und zog immer wieder mal vorbei, um dann wieder eine kleine Pause zu machen. Bei Kilometer 15 fragte er mich, ob ich nicht zu alt sei für diese Sportart.

Doch bevor ich antworten konnte, musste er leider abreißen lassen, das Tempo des „alten“ Mannes war wohl doch ein wenig zu hoch für ihn.

 

Durch eine traumhafte Landschaft kamen wir wieder zum Schmachter See. Von dort aus konnte man den Zielbereich sehen, es waren vielleicht noch 1,5 Kilometer.

Ich wollte gerade auf die Promenade abbiegen, da kam mir Robert schon entgegen, beim Auslaufen.

 

Er hatte mit sagenhaften 1:21.53 gefinisht, 7 Minuten schneller als letztes Jahr.

 

„Uuuuund..?“ keuchte ich, „welcher Platz ?“  Robert: „Meine Serie ist voll, AK 1 und 4. Platz insgesamt!“  „Wahnsinn!“ sagte ich und zog ab Richtung Ziel.

Ich gebe zu, Robert war am Auslaufen und ich bat ihn, lass mich mal alleine Einlaufen, aber ein schönes Gefühl war es trotzdem.

 

Als ich am Ende die Uhr gesehen habe, traute ich meinen Augen kaum, es kam eine 1:41:55 raus und der 5. Platz in meiner Alterklasse.  Für mich ein super Ergebnis!

 

Sogar meine 15 jährige Tochter, die frierend im Ziel gewartet hatte, war ausnahmsweise zufrieden mit ihrem Dad.

 

Schmunzeln musste ich nur noch, als ich auf den jungen Mann gewartet habe, um ihn abzuklatschen. Da kam meine Tochter noch mal an mit der Bemerkung: „Deeeer ist aber süüüß…!!!“ Hätte ich das vorher gewusst…!

 

Robert Zieleinlauf

Ronny Zeileinlauf

Nach dem Lauf

Roberts Siegerehrung

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