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08.07.2012 - Ironman EM Frankfurt

 

Erlebnisbericht von Philipp

Hier mein Rennbericht:

Ich war bis Samstag Abend total entspannt und kein bißchen aufgeregt, das kam dann erst in der Nacht vor dem Rennen. Habe vielleicht 3 Stunden geschlafen... Nach Frühstück und Fahrt zum See mussten wir einen etwas längeren Fußmarsch bewältigen, um für meinen Geschmack etwas sehr kurzfristig an der Wechselzone anzukommen, was meine Aufregung gewaltig steigerte (Jan und Mario hatten die Ruhe weg . Schnell das Rad flott gemacht, Neo bis zur Hüfte an, After-Race-Beutel abgeben und ab zum Strand. Die Nationalhymne auf einem Ohr mitbekommen, dabei den Neo komplett angezogen und ab ins Wasser. Hab mir zum Glück eine gute Stelle zum Starten ausgesucht und bin die 3,8km ohne Prügeleien und große Umwege geschwommen. Nachdem ich meine Zwischenzeit nach der ersten Schwimmrunde gesehen habe war ich baff, so baff, dass ich mit meinem großen Zeh beim kurzen Landgang im Teppich hängen geblieben bin und er leider noch immer etwas geschwollen ist (hat mich aber beim Radeln und Laufen nicht behindert). Das Schwimmen lief mit 01:03:11 Std. mehr als grandios - danke Holger!!!

Der Wechsel aufs Rad hat auch gut geklappt und man konnte sich die ersten 13km Richtung City sehr gut einrollen. Leider begann es dabei zu regnen, so dass man in den vielen Kurven und auf den ganzen Fahrbahnmarkierungen sehr vorsichtig fahren musste. Die Steigungen habe ich als Fliegengewicht und dank der Trainingslager auf Malle und im Harz locker weggesteckt und auch sonst keine größeren Probleme gehabt. Habe auf dem Rad ca. 12 Gels und 5 Riegel zu mir genommen, was sich dann auf den letzten 20-30km mit leichten Ekelgefühlen gegenüber solchen Produkten geäußert hat... Aber das ist wohl verständlich Während der zweiten Radrunde kam dann auch noch die Sonne raus und ich konnte trocken und mit einem guten Gefühl nach ca. 6:52 Std. auf die Laufstrecke gehen. Am Anfang musste ich mich ziemlich bremsen, da ich gefühlt einen 7er Schnitt gelaufen bin, meine Uhr aber einen 5:15er angezeigt hat Hab das aber relativ schnell in den Griff bekommen. Auf den ersten 4km hab ich mich mehrfach gedanklich auf dem Dixi bzw. in den Büschen gesehen, da mein Magen ziemlich verrückt gespielt hat. Habe dann erstmal nur Wasser getrunken und ein Gel genommen und ab diesem Zeitpunkt bin ich dann ohne Probleme gelaufen. Auf den ersten 15 km hab ich drei Gels genommen und weiterhin nur Wasser getrunken, danach etwas Wasser und immer Cola, dazu Schwämme um mich zu kühlen. Der Schnitt ist dann konstant und langsam etwas gesunken, was mir aber herzlich egal war, da ich mir als kleines Ziel vorher gesetzt habe, den Marathon ohne Gehpause zu schaffen, was auch geklappt hat. Habe mir immer kleine Ziele gesetzt und bin so vom Kopf her immer total wach geblieben und hatte nie Zweifel, dass ich es nicht packen könnte. Hab zwar immer mal gedacht, wann wohl der tote Punkt oder die Krämpfe kommen, bin aber verschont geblieben. Von daher kann ich auch behaupten, dass ich das Rennen genießen konnte, besonders natürlich den Zieleinlauf auf dem Römer, da ich das Glück hatte keinen Athleten vor mir auf dem roten Teppich zu haben und sich so alle Augen auf mich gerichtet haben Die erste halbe Stunde nach dem Zieleinlauf ging es mir ziemlich dreckig, aber mit freundlicher Unterstützung von Jan und Mario konnte ich mich schnell berappen und habe heute nur noch Muskelkater in den Oberschenkeln.

 

Fazit:

Hat sehr viel Spaß gemacht und wenn man dann ins Ziel einläuft, weiß man wofür man so lange trainiert hat. Und wenn man sich dann noch davon frei machen kann auf Biegen und Brechen eine bestimmte Zeit schaffen zu wollen, dann kann man auch den kompletten Wettkampf genießen. Ich bin jedenfalls mit meinen 11:22 Std mehr als zufrieden und freue mich nun auf ein paar freie Tage!

 

 

 

Mario Lawendel unterbietet beim Ironman in Frankfurt die Zehn-Stunden-Marke

Einen Lebenstraum erfüllt

Mit Tausenden von Trainingskilometern hatten sich drei Stuhrer und zwei Weyher Triathleten auf den Frankfurter Ironman vorbereitet. Nach 226 harten Wettkampfkilometern wurden vier von ihnen mit einem glücklichen Finish auf dem Römer belohnt. Für den Schnellsten von ihnen erfüllte sich dabei ein Lebenstraum: In seinem erst zweiten Rennen über die Ironmandistanz unterbot Mario Lawendel vom LC Hansa Stuhr in 9:52:34 Stunden deutlich die Zehnstundenmarke.

Frankfurt·Stuhr. Eine Triathlon-Langdistanz zu bewältigen, ist an sich schon eine unglaubliche Anstrengung. Wenn dann noch – wie in Frankfurt/Main – widrige Bedingungen herrschen und mögliche Pannen dazukommen, wird das Ganze vollends zum Abenteuer. "Der gemeinsame Schwimmstart von über 2000 Athleten muss für die Zuschauer ein toller Anblick gewesen sein. Aber mittendrin in diesem Piranha-Becken geht es knallhart zu", schilderte Mario Lawendel seine Erfahrungen, "es wird geboxt, getreten und übereinander geschwommen."

Durch mehrstündigen Regen und Sturmböen wurde auch der Radsplit zu einer nassen und zudem gefährlichen Angelegenheit. Die Folge waren außerordentlich viele Defekte und Stürze. Davon blieb der Tri-Wolf verschont. "Als ich auf die Laufstrecke ging, gab es nur noch einen Gedanken: Ich muss den Marathon ,nur’ in 3:36 Stunden absolvieren, um mir meinen Traum zu erfüllen", erklärte Lawendel. Obwohl die Kilometer am Ende immer länger wurden und der Blick noch häufiger zur Uhr ging, war der Stuhrer dann sogar deutlich schneller. Die Momente des Zieleinlaufs dürften dem frisch gebackenen Familienvater unvergesslich bleiben.

Eine Zeit weit unter zehn Stunden hatte sich auch Jan Neubauer zum Ziel gesetzt. Die wäre trotz Achillessehnenproblemen auch möglich gewesen, bis ein Raddefekt alle Hoffnungen zunichte machte: "Nur dank eines sehr hilfsbereiten Zuschauers, ebenfalls ein Triathlet, der mit dem Auto nach Hause fuhr, um ein Hinterrad zu holen, konnte ich überhaupt weitermachen. Das hat wohl knapp 30 Minuten gedauert", berichtete Neubauer. Danach hieß es für den Tri-Wolf: Hauptsache finishen – und das gelang nach 10:20:40 Stunden.

Taktik der kleinen Ziele

Ein tollen Wettkampf absolvierte der Rookie im Stuhrer Team. "Ich habe mir im Rennen immer kleine Ziele gesetzt. So bin ich vom Kopf her total wach geblieben und hatte nie Zweifel daran, dass ich es packen würde", beschrieb Philipp Rahier seine Taktik, mit der auch er seinen Zieleinlauf nach 11:22:40 Stunden genießen durfte.

Für Sandra Ehlers (SC Weyhe) hatte ebenfalls ein gutes Finish oberste Priorität. "Natürlich hätte ich meine Zeit von Klagenfurt gerne getoppt, bin aber nicht wirklich davon ausgegangen. Leider war die Zeit für das umfangreiche Training nicht so gegeben wie beim ersten Mal", begründete Ehlers. Doch wie vor zwei Jahren waren beim Zieleinlauf alle vorangegangenen Anstrengungen vergessen: "Der erste Tritt auf den roten Teppich löst ein unheimliches Glücksgefühl aus. Dabei jubelt einem die Menschenmenge zu. Echt super!"

Während zeitgleich in Roth die offizielle ITU-Europameisterschaften stattfanden, landete die Weyherin im Rahmen der in Frankfurt ausgetragenen Ironman-Europameisterschaft mit ihrer Zeit von 11:16:56 Stunden in der Altersklasse W35 auf einem ausgezeichneten sechsten Rang.

Vereinskamerad Maik Schindler musste seinen Start wegen eines Ermüdungsbruches absagen. "Schade, ich befand mich in sehr guter Form", bedauerte er. Zum Saisonende hofft Schindler, noch einige regionale Rennen bestreiten zu können.

 

Weser-Kurier/Syker Kurier vom 13.07.2012 (Christiane Golenia)

 

 

Name   AK Platz gesamt Platz AK 3800 m Schwimmen 180 km Rad 42,2 km Laufen Gesamtzeit
Lawendel Mario TM25 230 22 01:01:32 05:15:45 03:27:32 09:52.34
Neubauer Jan TM30 505 101 00:58:27 05:28:09 03:47:31 10:20:40
Rahier Philipp TM30 1101 206 01:03:11 05:38:32 04:30:56 11:22:40









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Tri-Wölfe - die Triathlonabteilung des LC Hansa Stuhr