News - Archiv

12.08.2012 - IRONMAN 70.3 European Championship in Wiesbaden

 

Name   AK Platz gesamt Platz AK 1900 m Schwimmen 90 km Rad 21,1 km Laufen Gesamtzeit
Neye Gerhard TM65 1266 7 00:45:41 03:51:25 02:14:02 07:01:03









Ergebnisse:







 
Erlebnisbericht von Gerhard

Liebe Tria- Freunde,

nachdem nun meine Muskeln den " härtesten halben Tag ", so der Veranstalter des IRONMAN 70.3 Wiesbaden European Championship, vergessen haben, noch ein paar Zeilen zur Veranstaltung und drumrum.

Es war mal wieder eine perfekt organisierte Veranstaltung und das Wetter war ebenfalls wie nach Maß, so wie unser Silbersee- Triathlon, nur etwas größer.
Für mich waren es 7:01 Stunden Wettkampf bei 1450 Höhenmeter auf dem Rad. Insgesamt 15 Minuten mehr als noch vor 2 Jahren. Im Nachhinein gesagt, habe ich auf dem Rad  etwas getrödelt, die 1450 Höhenmeter machten mir doch ein wenig Angst. Mein Schnitt lag  bei 24 kmh, meine max. Geschwindigkeit bei 68 kmh, mehr habe ich mir bergab nicht zugetraut.
  Es war schon eine beeindruckende Situation mit anzusehen, wie die Spitzengruppe, umgeben von dem Orga- Tross und den Polizei- Motorrädern mit über 100 Sachen nach Wiesbaden hinunterraste,  ich mühte mich gerade auf der anderen Straßenseite bergauf.
Die Laufstrecke hat es auch in sich, bis zum Wendepunkt immer leicht bergauf, dann natürlich wieder hinunter bei Staub und Hitze. Mein Wadenkrampf überfiel mich 2 km vor dem Ziel. Mit Cola und Gels rettete ich mich mit Mini- Schritten ins Ziel.
Die neue Schwimmstrecke hat mir gut gefallen. Das Wasser im Baggersee war klar, es war angenehm zu schwimmen, bis auf die in meinem Tempobereich befindlichen Brustschwimer, die möglichst weitläufig zu umschwimmen sind, da man sonst mit bösen Tritten bestraft wird.
Der Raunheimer Waldsee war auch gut mit dem Auto am Vortag zur Radabgabe zu erreichen . Beeindruckend sind die zur Landung nach Frankfurt anfliegenden Riesen-Jets,  wie 747 u. A 380 , die alle paar Minuten in wenigen Metern Höhe über unsere Köpfe hinwegsausten.

Unsere Unterkunft war wieder das Race Hotel NH in Aukamm. Am Freitag war ich zur Vorwettkampf- Pressekonferenz im Penthouse unseres Hotels mit den Topathleten sowie den Renndirektoren Kai Walter und Rolf Aldag und Vertretern der Politik.
Wie zu erfahren war, ist z.B. die Teilnehmerzahl von ehemals 3300 auf 2200 zurückgegangen. Grund dafür ist nach Herrn Walter die Ausweitung der 70.3 Veranstaltungen von ehemals 2 vor 6 Jahren auf inzwischen 8. Damit besteht für uns natürlich die Möglichkeit noch bis zum letzten Tag für Wiesbaden zu melden !
1800 Helfer waren im Einsatz.
Favoriten waren bei den Männern Michael Raelert, vor allem, da Vorjahressieger Andreas Böcherer wegen einer Erkrankung absagen mußte. Bei den Frauen galten Natascha Badmann, die 6-fache Ironmann- Weltmeisterin und Anja Beranek, die 2. vom IRONMANN Frankfurt 2012, als Favoriten.
Es war schon beeindruckend zu hören, welchen Trainingsaufwand die Profis so betreiben, da geht ohne Höhentraining garnichts.
Vom Material mal abgesehen. Die BMC- Maschine von Raelert kostet mehr als 10.000,- Euro. Auf meine Frage, wie er denn mit seiner Di 2 Dura Ace klarkommt, leuchteten bei ihm die Augen und er schilderte begeistert wie präzise und praktisch diese Schaltung gerade für Tri- Räder ist. Wie sein Mechaniker sagte, ließ er für Wiesbaden 54/38 und 11/25 auflegen.
Es heißt immer die" Rostocker" Raelert- Brüder. Die Eltern der Raelerts wohnen allerdings in Niedersachsen, in der Nähe von Winsen / Luhe.  Auf meine Frage, ob er denn unseren Silbersee- Triathlon kennt und ob er sich vorstellen könnte da mal zu starten, wenn er mal wieder zufällig bei seinen Eltern zu Besuch ist. Zu meiner Überraschung kannte er den  Silbersee Triathlon, da wäre er mal zu seiner 2. Bundesligazeit gestartet, aber das ist Vergangenheit.
Nach seinem grandiosen Gewinn der IRONMANN- Europameisterschaft mit neuem Streckenrekord am Sonntag, gehts am Montag sofort weiter nach Orlando zur Vorbereitung für die Weltmeisterschaft am 9. Sept. in Las Vegas. Andreas Raelert hat  sich noch am selben Tag nach der Betreung seines Bruders in Wiesbaden  zum Höhentraining nach St.Moritz aufgemacht,  anschließend trifft er sich mit seinem Bruder zum gemeinsamen Training als Vorbereitung für Hawaii.
Der krönende Abschluß der Saison, am 13. Okt., soll dann für die  Raelert Brothers, wie sie sich jetzt nennen, die Langdistanz- WM auf Hawaii werden. Beim dortigen IRONMANN möchten sich die " Klitschko- Brüder des Triathlons" einen lang gehegten Traum erfüllen : Hand in Hand als Sieger über die Ziellinie zu laufen.
Es würde mich für sie freuen, wenn sie es schaffen, sympathische Jungs, und sicherlich sind wieder viele von uns bei der Live- Übertragung mit dabei.

Fazit: Wiesbaden war eine Reise wert !

es grüßt euch, Gerhard

 

Zurück

Sponsoren

















Inhaltsaufrufe: 2966902
Tri-Wölfe - die Triathlonabteilung des LC Hansa Stuhr