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05.08.2012 - 11. OstseeMan Glücksburg

Erlebnisbericht von Lutz

Es war wirklich sehr anstrengend....
Vorab zur Information:
Es war mein vierter Start über die Langdistanz, die ersten beiden habe ich gefinisht, 2009 in Köln u. 2010 in Almere (NL). Letztes Jahr musste ich ca. 18 km vor dem Ziel aufgeben und das hat mir lange im Kopf gesteckt.Das Ziel für den Ostseeman in Glücksburg war somit klar, auf jeden Fall wollte ich ins Ziel kommen, ich glaube, wenn ich wieder hätte abbrechen müssen, wär es mental für mich das Ende mit dem Langdistanztriathlon.
Nun zum Ostseeman:
Die Wetterprognose war zunächst durchwachsen bis mäßig. Angst kam auf, mehr oder weniger weite Teile der Strecke im Regen zurücklegen zu müssen.
Morgens um 3 Uhr, ich habe nur wenig geschlafen und bin immer wieder wach geworden, regnete es in Strömen und um 4 Uhr morgens, als ich aufstand um zu frühstücken, gab es auch noch ein heftiges Gewitter. O.k. das Wetter kann ich nicht ändern, also erstmal abwarten, den Wettkampf beginnen und sehen, wie er sich entwickelt.Das Wetter wurde besser, auf der Fahrt zum Start nur noch wenige Regentropfen und dann wurde es ein schöner Tag mit Sonne und Wolkenmix und wenig Wind.
Das Schwimmen:
Die Vorbereitung zum Start war entspannt, die Sonne ging auf und der Schwimmstart mit 700-800 Teilnehmern war beeindruckend. Ich bin wie immer als letzter ins Wasser gegangen und habe mich aus dem Gewühl somit raus gehalten. So konnte ich die Strecke locker in meinem Rhythmus schwimmen und bin am Rand an großen Teilen des Feldes vorbei geschwommen. Die Schwimmzeit mit 1 Stunde 15 Minuten war meine angepeilte Zeit.
Das Radfahren:
Der Wechsel zum Radfahrn klappte gut und nun begann die "wellige aber schnelle Radstrecke" mit 6 Runden a 30 km und insgesamt 900 Höhenmetern.
Da ich einen Tag zuvor meinen Radtacho verloren hatte, bin ich ohne gefahren und habe mein Tempo ausschließlich nach Gefühl bestimmt, am Ende jeder 30kmRunde habe ich auf meiner Uhr die Zeit angeschaut und bin so die ersten 5 Runden mit je ca 1Stunde und 5 Minuten gefahren, die letzte Runde war mit 1 Stunde 11 Minuten etwas langsamer. Insgesamt war das unter Berücksichtigung des Höhenprofils meine geplante Zeit.
Das Laufen:
5 Runden a 8,5 km. Kurz auf den Punkt gebracht: Es ging gar nicht!
Schon beim Loslaufen merkte ich, das geht heute gar nicht gut. Aber O.K. es ist der Wechsel vom Rad zum Laufen, dass ist immer gewöhnungsbedürftig, dass wird sich schon einlaufen. Aber leider lief sich nichts ein und vom ersten bis zum vorletzten Kilometer war es ein Krampf und ein ständiges Selbstmotivieren, einfach nur weiterzulaufen...( Ich gebe zu, ich habe auch deutlich zu wenig trainiert). Es war der längste und langsamste Marathon, den ich je gelaufen habe. Geplant hatte ich eine Zeit von 5 Stunden, geworden sind es 5 Stunden und 40 Minuten, sodass jeder einzelne Kilometer ein Minute länger dauerte.
Egal. ich bin angekommen und nun bin ich ein OSTSEEMAN.
Die Veranstaltung:
Ein ganz großes Lob an die Veranstalter: Es war sehr gut organisiert von Anfang bis zum Ende... Ein noch viel größeres Lob an die vielen freiwilligen Helfer, denn ohne ihre Unterstützung mit Speis und Trank und vor allem die Aufmunterung, wenn man zwischendurch müde oder mal nicht mehr so gut drauf ist, könnten wir Sportler nie diese Leistung bringen. Das sollten wir nie vergessen!
Ausblick:
Während und kurz nach dem Wettkampf gab es die Gedanken: Warum tue ich das eigentlich und warum tue ich mir das an? Eigentlich reicht es jetzt doch, ich habe drei Ironmandistanzen gefinisht und irgendwann ist doch mal gut.
Heute, 3 Tage nach dem Wettkampf lassen die Muskelschmerzen in den Beinen nach und ich denke, ich werde es wieder tun, wo weiß ich noch nicht. Es gibt viele Orte mit Langdistanztriathlon. Wann? Vermutlich nächstes Jahr oder übernächstes.....

 

 

Erlebnisbericht von Volker:

Zitat aus dem Flensburger Tageblatt:

Blitz, Donner, Starkregen – ein Wetterdrama führt Petrus gegen 4:00 Uhr für 1500 Verrückte beim aufstehen auf. Um 6:00 Uhr zieht die Unwetterfront ab.“

Im Anschluss traumhaftes Ostseeman-Wetter, ideal für meine erste Langdistanz!

Die Aufregung an den Tagen vor dem Rennen war relativ groß, als ich am Strand stand und auf den Start wartete war ich dann aber relativ entspannt. Das Schwimmen bei 19° Wassertemperatur verlief wie geplant, kaum Wellen aber Hauen und Stechen an den Wendepunkten. Mit einer guten Schwimmzeit von 1:10 h kam ich aus dem Wasser.

Der Wechsel auf das Rad klappte gut und ich kam recht schnell auf Touren. Schon in der ersten Runde merkte ich dass heute mehr geht als geplant, denn es war warm und fast windstill – mein Wetter! So konnte ich während des Radsplits auf dem sehr welligen und anspruchsvollen Kurs meine geplante Durchschnittsgeschwindigkeit (28km/h) Runde und Runde um 2-3km/h erhöhen. Dank der Betreuung meiner Frau, welche mich mit Riegeln und Elektrolygetränken versorgte, war auch die Nahrungsaufnahme kein Problem.

Nach einer kurzen „Umkleideaktion“ ging es auf die Laufstrecke zum abschließenden Marathon. Die ersten 3 Laufrunden waren ok. In der 4. Runde machten die Oberschenkel langsam zu, die Schmerzen waren aber erträglich.

 

 

Leider machte sich zusätzlich meine, in der Vorbereitung zugezogene, Knieverletzung beim Bergauf laufen bemerkbar. Die beiden letzten Laufrunden wurden also teilweise zu Gehrunden.

Zusammenfassend bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden, aus angepeilten 13 Stunden wurde 11:49, ich denke dass sagt alles. Mein besonderer Dank geht an Jörg Müller meinem unermüdlichen Trainingspartner, meiner Frau für ihr Verständnis und ihre Geduld mit mir sowie meinem Trainer Horst Wittmershaus, der mir auch wenn weit entfernt immer beratend zur Seite stand! Ich werde nun ein Jahr „kürzer“ treten und peile 2014 meine nächste Langdistanz an.

 

Erlebnisbericht von Jörg:

Nach einer für mich erwartungsgemäßen Schwimmzeit wechselte ich mit großer Freude auf das Rad. Nun galt es die vor mir liegenden 6 Runden möglichst in einem gleichmäßigen Tempo zu absolvieren. Eine Gesamtradzeit von unter 6 Stunden war mein gestecktes Ziel. Nach 3-4 Radrunden hatte ich dieses dann erreicht. In der 5 Runde fühlte ich eine leichtes Brennen in den Oberschenkeln, welches ich zunächst ignorierte und dank richtiger Ernährung dann wieder verschwand. So habe ich dann alle Runden in einem gleichmäßigen Tempo fahren können und hatte dabei von unserem Trainer Horst Wittmershaus die Aussage vom Vortag im Kopf: beim Laufen wird eine andere Muskulatur beansprucht.

Nach Schnüren der Laufschuhe ging ich mit meinem Trainingspartner Volker Diehl gemeinsam auf die Laufstrecke, welches uns Motivation und Freude für den abschließenden Marathon gab. Nun galt es, meinen Plan von Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt in einem gleichbleibenden Tempo durchzulaufen. Es gab keine Komplikationen und somit lief ich nach 04:15 Stunden mit einem kleinen Sprint überglücklich ins Ziel.

Nach dieser positiven Erfahrung stand nach Zielankunft fest, das war nicht die letzte Langdistanz. Wir danken allen mitgereisten Athleten und Fans aus Stuhr und Weyhe für die tolle Unterstützung!

 

 

 

Name AK Platz gesamt Platz AK 3,8km Schwimmen 180km Rad 42,195km Laufen Gesamtzeit
Müller, Jörg M 45 201 43 01:35:49 05:35:50 04:14:12 11:33:22
Diehl, Volker M 45 227 52 01:10:11 05:53:47 04:30:22 11:49:32
Finster, Lutz M 50 359 36 01:15:35 06:35:04 05:38:00 13:40:04








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