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07.10.2012 - 8. swb-Marathon Bremen

 

Oliver Sebrantke hinter Jäger, aber mit Bestzeit

Der schönste zweite Platz meiner Karriere“

Bremen - Es war ein gewohntes Bild. Oliver Sebrantke lief die Zielgerade hin und her, klatschte ab und ließ sich von den Zuschauern feiern. Einziger kleiner, aber feiner Unterschied: Anders als 2009 und 2011 hat der 36-jährige Stuhrerer seinen Heimmarathon in Bremen gestern nicht gewonnen.

Das Bad in der Menge war dennoch verdient, denn in 2:29:21 Stunden unterbot Sebrantke seine bisherige Bestzeit über die 42,195 Kilometer um satte viereinhalb Minuten, wurde Landesmeister seiner Altersklasse M 35 und hinter dem 43 Sekunden schnelleren Sieger Rene Jäger (Garbsen) Gesamtzweiter.

Das ist der schönste zweite Platz meiner Karriere. Ich fühle mich super, habe hier in Bremen in den letzten vier Jahren immer auf dem Treppchen gestanden“, meinte Sebrantke. Dass der Titelverteidiger seinen dritten Triumph knapp verpasste, schien ihn (zumindest direkt nach dem Rennen) kaum zu wurmen. „Ärger? Nein, noch nicht. Fragen Sie mich in zwei Stunden noch mal. Mein Teamkollege Harm Huss wollte unbedingt unter drei Stunden laufen und lag am Ende rund 20 Sekunden drüber – er ärgert sich mehr“, mutmaßte Sebrantke und ergänzte: „Für mich überwiegt das Positive. Ich hätte nie erwartet, dass ich persönliche Bestzeit laufe.“

Bisher standen 2:33:58 Stunden in Sebrantkes Rekordbuch, geschafft im Mai 2010 in Hannover. Nun kann er diese Marke löschen und ersetzen. Und das, obwohl die Vorbereitung auf Bremen – auch wegen einer einwöchigen Trainingspause nach einem Insektenstich am Fuß – nicht optimal verlaufen war. Zudem schien Sebrantke nach seinem Senioren-EM-Titel im August schon recht satt für diese Saison zu sein. Aber am Wettkampftag war der Stuhrer dann doch voll da und voller Ehrgeiz: „Es war wie immer.“ Nach seinem Sechs-Uhr-Frühstücks-Ritual vorm Rennen („Vier Brötchen mit Honig, das fünfte zwänge ich mir auf dem Weg rein“) stand er um 9.45 Uhr beim Startschuss auf dem Marktplatz gleich in der ersten Reihe – und blieb vorne dabei. Sebrantke, Jäger und Christoph Mahr (LG Bremen Nord), bereits im Vorfeld als Favoriten-Trio gehandelt, setzten sich relativ schnell vom Rest ab und liefen „27 Kilometer zusammen“ (Sebrantke). Sie teilten sich die Führungsarbeit, wobei Jäger die meiste Zeit an der Spitze war. „Das war meine Taktik“, verriet Sebrantke, „ich wollte am Ende aufdrehen und habe gehofft, dass Rene ein bisschen einbricht – ist er aber nicht.“

So überquerte Jäger, der nach seinem Halbmarathon-Start 2011 erst zum zweiten Mal in Bremen dabei war, nach 2:28:38 Stunden als Erster die Ziellinie. „Das war der erste große Marathon, den ich gewonnen habe, ein tolles Ereignis“, meinte Jäger, den die Strecke ein bisschen überrascht hatte: „Ich dachte, Bremen ist total flach. Aber dann immer die Deiche rauf und runter, das war neben dem starken Gegenwind auf den letzten drei Kilometern das Anstrengendste.“

So überquerte Jäger, der nach seinem Halbmarathon-Start 2011 erst zum zweiten Mal in Bremen dabei war, nach 2:28:38 Stunden als Erster die Ziellinie. „Das war der erste große Marathon, den ich gewonnen habe, ein tolles Ereignis“, meinte Jäger, den die Strecke ein bisschen überrascht hatte: „Ich dachte, Bremen ist total flach. Aber dann immer die Deiche rauf und runter, das war neben dem starken Gegenwind auf den letzten drei Kilometern das Anstrengendste.“

Weil Jäger und die anderen Beiden trotzdem Vollgas gaben und sich gegenseitig pushten, sprangen am Ende sogar für alle Drei neue Bestzeiten heraus. „Das war eben eine gute Rennsituation“, analysierte Sebrantke. Während Jäger und er schon zwei, drei Minuten nach dem Zieleinlauf wieder genug Luft für Interviews hatten, war Mahr (2:34:00) auch eine halbe Stunde später noch „völlig fertig. Mit der Zeit und der Platzierung bin ich sehr zufrieden, aber das Rennen war die Hölle“, meinte Mahr, „ich bin wohl zu schnell angegangen und habe zwischendurch überlegt, ob ich aufgebe.“ Doch dann rettete er sich „gerade noch so ins Ziel“ und belohnte sich mit Platz drei.

Quelle: Kreiszeitung vom 08.10.2012 (Malte Rehnert)

 

 

Bremen Marathon



Name   AK     Platz   gesamt   Platz AK     Nettozeit
Sebrantke, Oliver M 35 2 1 2:29:20
Huss, Harm M 45 47 11 3:00:28
Stridde, Robert M 68 7 3:05:49
Kruse, Jörg M 45 176 46 3:23:04
Leiko, Andreas M 35 238 33 3:29:42
Beckröge, Lutz-Werner M 55 242 11 3:29:43
Sokoll, Peter M 50 283 43 3:33:28
Neubauer, Judith W 27 2 3:39:47
Rahier, Philipp M 30 443 25 3:48:09
Bublitz, Stefan M 30 453 26 3:49:14
Glaser, Maria W 89 10 4:04:07
Garbers, Nicole W 130 17 4:26:41





Bremen Halbmarathon



Bothe, Ralf M 45 164 36 1:35:03
Schittkowski-Lahr, Lars M 35 220 35 1:37:55
Kahl, Henning M 40 235 41 1:38:14
Schierenbeck, Ronny M 45 289 68 1:39:08
Bischoff, Udo M 40 559 97 1:46:34
Evers, Sabrina W 30 65 15 1:46:34
Winneckens, Knut M 40 995 167 1:55:06





Bremen 10 km



Selz, Hartmut M 60 44 1 0:39:40
Reimers, Tamme MJ U 16 182 4 0:45:40
Roskosch, Nadine W 113 30 0:53:47





Landesmeisterschaften Marathon



Senioren M 35: 1. Oliver Sebrantke



Mannschaft Männer: 3. LC Hansa Stuhr (Sebrantke, Huss, Stridde)



Mannschaft Senioren M 30/35: 1. LC Hansa Stuhr (Sebrantke, Leiko, Rahier)



Mannschaft Frauen: 2. LC Hansa Stuhr (Neubauer, Glaser, Garbers)








Hansewertung



Marathon: 1. LC Hansa Stuhr Projekt Gold



Halbmarathon: 1. LC Hansa Stuhr Tri-Wölfe








Ergebnisse



 

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