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27.04.2014 - 4. Weyher Duathlon

 

Rasante Entwicklung 

                      Weyher Duathlon ist bundesweit spitze

Von Christiane Golenia

Weyhe. Als er gefragt wurde, ob der Weyher Duathlon der größte in Deutschland sei, war Horst Wittmershaus zunächst etwas irritiert. Doch dann recherchierte er: Weder der Powerman in Falkenstein noch die Deutschen Meisterschaften in Cottbus hatten auch nur annähernd ähnliche Teilnehmerzahlen vorzuweisen. „Unser Duathlon scheint tatsächlich der Größte in Deutschland zu sein“, stellte der Organisations-Chef vom SC Weyhe ob der 630 Starter erstaunt fest. Was für eine rasante Entwicklung nach den eher bescheidenen Anfängen im Jahr 2011.

An die konnte sich auch Weyhes stellvertretender Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte noch gut erinnern. „Damals musste den Leuten noch erklärt werden, dass beim Duathlon nicht geschossen wird“, sagte er. 630 Starter gingen bei der vierten Auflage des Weyher Duathlons an den Start, um von der KGS Sportanlage aus ihre Laufrunden Richtung Weyher Marktplatz zurückzulegen und dazwischen ihren Radsplit über den Barrier Krusenberg sowie durch Okel und Sudweyhe zu absolvieren.

Mit dem Kurs bestens vertraut ist mittlerweile Achim Groenhagen. Zum dritten Mal in Folge sicherte sich der Oldenburger den Gesamtsieg über die Kurzdistanz (10 km Laufen - 42km Radfahren - 5 km Laufen), stellte dank der schnellsten Radzeit (1:02:19) in 1:52:18 Stunden einen neuen Streckenrekord auf und verteidigte damit seinen Titel als Niedersachsenmeister.

Pech hatte Mitfavorit Philipp Fahrenholz (Hannover 96). Der Weyher schied mit einem Raddefekt aus. Bester Kreisvertreter war auf Platz neun Tri-Wolf Mario Lawendel (LC Hansa Stuhr), dicht gefolgt vom Bremer Landesmeister Henrik Endl (Uni Triathlöwen). Bei den Frauen verwies Janine Kaiser (Uni Triathlöwen, 2:22:09 Stunden) Vorjahressiegerin Steffi Asch (Northeim) auf den zweiten Platz. Dritte wurde Nadine Gerhard (TSV Schwarme).

Deutlich größer war die Damenkonkurrenz auf der Sprintdistanz (5 km-21km-5km). Gesamtsiegerin und damit zugleich Niedersachsenmeisterin wurde Andrea Manssen (VfB Fallersleben) in 1:06:21 Stunden. Dahinter zeigte Imke Weers (TSV Schwarme) ein starkes, gleichmäßiges Rennen, das nach 1:06:28 Stunden mit Platz zwei belohnt wurde. Der Bremer Landesmeistertitel ging an die Viertplatzierte Lotta Schlund (ATS Buntentor). Bei den Männern stellte Nils Reckemeier (Hannover 96) in 56:58 Minuten einen neuen Streckenrekord auf.

In den Nachwuchswettbewerben zeigte Mieke Strobach (Tri Team Schwarme) ein beeindruckendes Rennen. Das 14-jährige Talent holte sich bei der B-Jugend den Landesmeistertitel. Für die Starter aus dem Kreisgebiet gab es zudem in den Altersklassen etliche weitere Meisterschaftserfolge. Gleich vier Mal standen die Damen vom TSV Schwarme auf dem Treppchen. Der Titel in der W35 ging an Imke Weers, in der W55 siegte Sigrid Kuchinke. Kristina Staave wurde Vizemeisterin bei den Juniorinnen und Maren Thalmann holte sich Bronze in der W45.

Bei den Männern waren die Tri-Wölfe vom LC Hansa Stuhr durch Gerhard Neye als Landesmeister in der M70 erfolgreich. Vizemeister wurden Mario Lawendel (M30) sowie Peter Sokoll (M55). Und schließlich stand auch Miekes Vater Joachim Strobach (Tri Team Schwarme) als Drittplatzierter der M55 auf dem Siegerpodest.

Die Triathleten des SC Weyhe hatten mitsamt ihren rund 100 Helfern erneut ganze Arbeit geleistet. Und mittendrin, zwischen Hunderten von verschwitzten, erschöpften und glücklichen Finishern sah man Organisationsleiter Horst Wittmershaus im Dauereinsatz, um jeden Einzelnen persönlich im Ziel zu begrüßen – so wie bei der Premiere im Jahr 2011. . .

Quelle: Weser-Kurier / Syker Kurier vom 29.04.2014

 

 

                           „Ich habe einfach nur geheult“

Von Dennis Schott

Weyhe. Er hatte sich viel vorgenommen, und anfangs sah es so aus, als könne Philipp Fahrenholz dem Weyher Duathlon seinen Stempel aufdrücken. Der früher für den LC Hansa Stuhr, nun für Hannover 96 startende Triathlet wechselte als Vierter aufs Rad, hatte auf Höhe des Krusenbergs bereits die Führenden im Visier – bis das Schicksal in Form einer winzigen Scherbe zuschlug. Philipp Fahrenholz musste aufgrund eines Platten schließlich das Rennen frustriert aufgeben.

Ich hatte schon vorher das Gefühl, dass mein Vorderreifen etwas Luft verliert. Aber so ein Gefühl hat man als Triathlet öfter mal während eines Rennens“, erklärte der 22-jährige Weyher, dessen Verdacht einige hundert Meter später traurige Gewissheit wurde. Seinen Frust über das vorzeitige Ausscheiden ließ er denn auch für alle ersichtlich freien Lauf, indem er sein Gefährt in die Büsche warf und sich für eine Viertelstunde fluchend und enttäuscht dazu gesellte. Fahrenholz: „Ich habe einfach nur geheult.“

Die Verantwortlichen um Organisationsleiter Horst Wittmershaus hatten bereits die Befürchtung, Philipp Fahrenholz sei gestürzt. Gänzlich auszuschließen war dieser Verdacht jedenfalls nicht, schließlich wütete in der Nacht zuvor ein heftiges Unwetter, das auf der Bahn hier und da seine Spuren hinterließ. Fahrenholz indes bezeichnete den Untergrund als „gut befahrbar“, was seine Enttäuschung allerdings eher befeuerte als entkräftete. Der Weyher gilt nämlich als erwiesener Radsportexperte und hätte bei seinem Heimwettkampf ein gehöriges Wort um den Gesamtsieg mitreden können. „Ich hatte mir viel ausgemalt, und zunächst lief es ja auch richtig gut. Doch dann habe ich mir kurz vor Okel diese Mini-Scherbe eingefahren und alles war hinfällig geworden“, gab Fahrenholz einen Einblick in sein Seelenleben. „Ich hätte gerne im Heimwettkampf vorne mitgemischt, außer dem Silbersee-Triathlon gibt es in der Region nicht viele Wettkämpfe“, meinte der 22-Jährige.

Quelle: Weser-Kurier / Regionale Rundschau vom 29.04.2014


 

 

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Tri-Wölfe - die Triathlonabteilung des LC Hansa Stuhr