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05.07.2015 - Ironman EM Frankfurt

 

Ich bin ohne Neo und erstem großem Massenstart ziemlich entspannt geschwommen. Auch auf dem Rad lief alles wie geplant. Dabei bin ich wegen der zu erwartenden Hitze eher defensiv gefahren. Beim Laufen konnte ich zwar meine Tempo für eine geplante Zeit von 03:45 laufen, habe aber einfach zu lange an den Verpflegungsstationen zum kühlen gebraucht!

Mit dem Gesamtplatz 368 bin ich eigentlich schon zufrieden. Bin ja fast in den ersten 10 % aller Teilnehmer. Sogar die Laufzeit ist noch weit unter dem Durchschnitt aller Teilnehmer. Man kann bei den Altersklassenathleten durchaus davon ausgehen, dass sie durch die Hitze eine Stunde verloren haben. (Andreas)


 

 

Als die Temperaturen in der vergangenen Woche unaufhaltsam in die Höhe kletterten, wurde es mir zwar immer mulmiger, aber kneifen galt nicht. Somit ging es am Freitag nach Frankfurt und zur wohl heißesten Wettkampfbesprechung des Jahres auf dem Römer.
Da wurde dann auch das Neoverbot verkündet, was angesichts der Temperaturen aber auch keine Überraschung war, die Begeisterung hielt sich jedoch bei dem einen oder anderen Triathleten in Grenzen.
Und da war er auch schon, der Tag der Tage. Die Hitzeschlacht!

Noch einmal Rad aufpumpen, die Badehose anziehen (der lästige Neo fiel glücklicherweise weg), sich einschmieren lassen, die Morgenandacht hören, die Starts der Profis und der roten Badekappen ansehen und sich anschließend für eine laaaannngeee Zeit von Ulla, Heinz, Jan und Jonas verabschieden.

Punkt Sieben ging es dann auch endlich los, ab ins 26,7°C warme Wasser. Nach dem anfänglichen Geprügel auf der ersten Runde ging es auf der zweiten Runde entspannter weiter. Mit leichtem Wehmut ging es nach 3,8 km raus aus dem Wasser und ab in das Wechselzelt, wo man noch liebevoll eingecremt wurde, eh es auf die Radstrecke ging.

Schon nach den ersten km waren die ersten pannenbedingten Stopps zu beobachten, und ich schickte ein Stoßgebet in den Himmel nicht auch so einen Stopp hinlegen zu müssen. Ich wurde erhört.

Die Radstrecke war genauso wie beschrieben. Man konnte schön heizen (selbst ich) und hatte hier und da einen Anstieg zu bewältigen. Auch der Teufel beim Anstieg "The Hell" fehlte nicht. Lediglich die immer weiter ansteigende Lufttemperatur war unangenehm und bedeutete für den einen oder anderen ein vorzeitiges Aussteigen.

Neben den festen Verpflegungsstellen sorgten auch die Anwohner in den einzelnen Ortschaften mittels Dusche für eine kurzzeitige Abkühlung für Mensch und Maschine, und ich nahm diese dankbar an und konnte die Radstrecke somit einigermaßen genießen. Auf der zweiten Runde wurden die Anstiege trotz Abkühlung anstrengend und der Lenker extrem heiß (mittlerweile 40 °C), und ich war froh als ich endlich zum Lauf wechseln konnte und meine Hände mit Schwämmen kühlen konnte.

Der Lauf, nur noch 42,2 km?!
Präpariert mit Armlingen (danke Majo) und Beinlingen sowie einem Tuch (danke Jonas) ging es auf die Laufstrecke. Die erste Runde war hart, und ich dachte kurzzeitig tatsächlich daran, mich einfach unter eine der zahlreichen Duschen zu setzen und aufzuhören. Dies Jan ließ jedoch nicht zu (ganz dickes fettes Danke) und peitschte mich mit den Worten "Aufgeben ist keine Option" durch die erste Runde.  Da ich auch gerne wieder mit nach Hause wollte, hieß es aufgerichtet  den Laufmodus beibehalten und nur zum Erfrischen kurz gehen. Der Plan ging auf.

Ab der zweiten Runde lief es bis auf einen kurzen Boxenstopp recht geschmeidig. Ich freute mich nach jeder Dusche und jedem Eiswürfelbad direkt auf das nächste und am Ende der Runde auf das Rundenband; und natürlich darauf kurz nach dem Eisernen Steg auf die unermüdlichen Anfeuerer Heinz, Ulla und Jonas. So näherte ich mich langsam aber stetig dem Ziel.

Und dann war es tatsächlich soweit, die letzte Runde brach an. Jetzt aufhören oder gehen (wie viele Athleten es taten) wäre nun auch blöd. Also schön weitergelaufen und die letzte Runde noch einmal genießen. So langsam machte sich auch ein Dauergrinsen im Gesicht breit, was einfach nicht abzustellen war.

Nur noch 200 m. Das Abklatschen von Händen begann und ein Bad in der jubelnden Menge. Nun hatte ich es nach 14 Stunden und 8 Minuten tatsächlich geschafft."You are an Ironman". Einfach unglaublich... Das Grinsen wurde noch breiter und auch der Stolz es durchgezogen zu haben.

Endlich konnte ich meinen Sohnemann wieder in die Arme schließen, der sich riesig freute mich endlich wieder zu haben und mir später sagte: "Mama, du bist eine Eironwoman."
Auch nach Zielschluss kamen noch Athleten rein, doch diese erhielten leider keine Medaille, was angesichts der Bedingungen unterwegs extrem bitter ist. (Maria)

 

 

Name AK Platz AK Gesamtplatz 3,8km Swim 180km Bike 42,2km Run Zeit
Leiko, Andreas M 40 70 368 01:04:49 05:06:00 04:29:46 10:47:21
Neubauer, Maria W 30 31 1778 01:33:47 07:07:27 05:08:10 14:08:06








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