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28.05.2016 - Mecklenburger Seenrunde

 

Auch dieses Jahr stand ein Radmarathon auf meinem Plan. Die Wahl fiel auf die nun 3. Mecklenburger Seenrunde mit 307 Kilometern. Die Organisatoren haben sich am Vorbild, der Vätternrundan in Schweden orientiert.

Wir waren eine Gruppe von zwölf Fahrern aus unterschiedlichen Vereinen in der Bremer Region, die eine angepeilte Nettozeit von 9:30 Stunden erreichen wollten. Bernhard, mein Trainingspartner, hatte dafür eine Durchschnittsgeschwindigkeit von exakt 31,6 km/h errechnet und eine Strategie aufgestellt, wie unsere Gruppe aus unterschiedlich leistungsstarken Fahrern dieses Ziel erreichen wird.

Die Rennradfahrer wurden im 10-Minuten-Takt ab Freitag, 20 Uhr auf die Strecke geschickt. Für uns ging es um 6 Uhr los. Das hatten wir als Wunschzeit angegeben und auch bekommen. Gut so, weil wir dann nicht im dunklen fahren mussten und den Zielschluss am Samstagabend würden wir auch locker erreichen.

Los ging es in einer Gruppe von etwa 100 Fahrern. Das Tempo war gleich am Anfang schnell, die Gruppe unruhig. Grund waren unter anderem ordentliche Wellen und nicht jeder Rennradfahrer ist auch eine Bergziege...

Nach einer Stunde hatte sich das Feld auseinander gefahren und wir waren in einer zügigen Gruppe mit einem Schnitt von 34+ unterwegs. Wir hatten geplant, von den 5-6 Verpflegungspunkten zwei (bei Kilometer 128 und 228) anzufahren. Und so fuhren wir in dem Tempo bis zum ersten Stopp. Danach ging es in deutlich kleinerer Gruppe weiter und der Schnitt sank etwas. Auch, weil der Wind jetzt nicht mehr nur von hinten kam.

Ich war oft vorne und es machte mächtig Laune durch die wellige und schöne Gegend an der Müritz zu fahren. Am Ende würden über 2.000 Höhenmeter auf dem Tacho stehen. Wir wurden eigentlich gar nicht mehr von anderen Fahrern/Gruppen überholt. Stattdessen sammelten wir einzelne oder auch mehrere ein, die sich bei uns "rein hängten". Nur vorne am Wind wollten die meisten nicht fahren... merkwürdig!

 

Auch beim zweiten Stop war noch alles super. Die waren übrigens klasse organisiert. Es gab eine riesige Auswahl an Verpflegung (Stullen, Kuchen, Nudeln, verschieden Iso-Getränke, Cola, Kaffee und und und). Also ab auf die letzten 80 Kilometer. Bei super sonnigem Wetter jetzt die restliche Strecke genießen. Anfeuernde Zuschauer in den kleinen Orten wurden mehr und man wurde gut motiviert.

Und dann der Zielkanal. Ich drehte mich um, ob einer von denen, die die ganze Zeit hinter mir im Windschatten waren, attackieren will... aber die blieben entspannt. Direkt hinter mir war Bernhard, mit dem ich vorher schon viele Trainingskilometer abgespult habe, wir fuhren gemeinsam, die Arme hoch rein!
Am Ende stand für die 307 Kilometer eine 9:19 Stunden auf der Uhr und ein glatter 33km/h-Schnitt. Mit beiden Pausen waren es dann 10:03 Stunden.

Fazit:
Die Mecklenburger Seenrunde ist landschaftlich, sportlich und von der Organisation eine Reise wert. Für mich persönlich, bin ich sehr zufrieden. Im Vergleich zum letzten Jahr habe ich die Distanz ein bisschen schneller mit weniger Trainingskilometern bewältigt. Nächster Event, die Alpen! (Florian)

 

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