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30.07.2017 - 24. swb-Silbersee-Triathlon II

 

Souveräner Sieg in der Heimat 

Philipp Fahrenholz gewinnt 24. swb-Silbersee-Triathlon


Stuhr. „Alles gut?“ Im Ziel des 24. swb-Silbersee-Triathlons war die an Philipp Fahrenholz gerichtete Frage eigentlich überflüssig. Natürlich ist alles bestens, wenn man wie er top in Form ist und „zu Hause“ dann einen hochüberlegenen Sieg feiert. Viele andere der rund 1 100 Teilnehmer brauchten im Ziel etwas länger, um sich zu erholen. Denn was die zahlreichen Zuschauer als angenehmen Sommertag genossen, bedeutete für die Athleten erschwerte Bedingungen.

Lennart Nasko hatte kaum den Zielbogen durchlaufen, schon wurde der Tri-Wolf vom Bremer Sport TV zum Interview gebeten. Wie es denn nun unterwegs gewesen sei, erklärte der Tri-Wolf mit wenigen Worten: „Im Wasser angenehm, auf dem Rad sehr windig und beim Lauf etwas heiß.“ Selbst die durchtrainierten Athleten des Regionalliga-Wettbewerbes, die das Wettkampfgeschehen über die olympische Distanz eröffneten, hatten am Ende mit der drückenden Schwüle zu kämpfen. Für Sieger Konstantin Becker waren es dagegen eher gesundheitliche Probleme in den Wochen vor dem Wettkampf, die ihn zu einem kontrollierten Rennen veranlassten. Dennoch: In 1:55:07 Stunden hielt der Wolfsburger, der 2014 in Bremen Polizei-Europameister geworden war, die Konkurrenz in Schach.

Gleiches gelang Philipp Fahrenholz im anschließenden Wettbewerb der offenen Wertung. Der Weyher brachte sich mit dem besten Split auf der 40-Kilometer-Radstrecke (57:48 Minuten) in Führung und baute den Vorsprung mit starken 36:38 Minuten beim finalen Lauf über zehn Kilometer weiter aus. Nach 1:57:18 Stunde musste er über fünf Minuten auf die von Fabian Schumann (TSR Olympia Wilhelmshaven) angeführte Konkurrenz warten. Damit scheint Fahrenholz die Generalprobe für die deutschen Meisterschaften in Immenstadt bestens gelungen.

Auf Platz 16 finishte Oliver Sebrantke, siehe gesonderter Bericht. Gemeinsam mit Björn Jüttner, Sebastian Miehlke, Lennart Nasko und Lutz Finster gab es für die Tri-Wölfe im Rahmen der Landesliga beim Heimrennen mit Platz 15 die bislang beste Saisonplatzierung. Die im Rahmen des Silbersee-Triathlons ausgetragenen Bremer Landesmeisterschaften entschieden Paul Moyaux (TCB Bremen) und Stephanie Blohme (Triathlöwinnen Bremen) für sich.

Die zahlreichen Wertungen auf der olympischen Distanz hatten eine entsprechend lange Siegerehrung zur Folge. Währenddessen waren längst die Athleten auf der Sprintdistanz unterwegs. Fast unbemerkt feierte der Vorjahreszweite Sven Kiene (Hannover 96, 1:00:28) den Gesamtsieg. Hinter Paul Senger (Aachen, 1:01:29) freute sich Tri-Wolf Mario Lawendel als Dritter (1:02:14) über einen letzten gelungenen Formtest für den Ironman Hamburg.

Bei den Frauen siegte die in Stuhr schon mehrfach erfolgreiche Hamburgerin Nina Rosenbladt. Etwas weniger leistungsorientiert, dafür aber oft mit großer Zuschauerunterstützung, feierten schließlich über 260 Starter ihr Finish im Volkstriathlon.

Für die Tri-Wölfe vom LC Hansa Stuhr, die die Veranstaltung einmal mehr dank zahlreicher Helfer ehrenamtlich organisiert hatten, gibt es nach der eigenen Veranstaltung nur wenig Verschnaufpausen. Schließlich ist Saison und der eigene Wettkampfkalender noch gut gefüllt, bis in ein paar Wochen die Vorbereitungen auf die Jubiläumsveranstaltung am 29. Juli 2018 beginnt.

Quelle: Kreiszeitung vom 01.08.2017 (Christiane Golenia)

 
 

 

Sebrantke wagt sich auf die Ironman-Distanz


Stuhr - Oliver Sebrantke (LC Hansa Stuhr) finishte beim 24. swb-Silbersee-Triathlon auf der olympischen Distanz auf Rang 16. Auch er brauchte im Ziel erst einmal einen Moment um sich zu erholen.

Was ihn selbst allerdings am allerwenigstens verwunderte. Denn den Wettkampf bestritt er aus dem vollen Training heraus, wie er erzählte. Samstags laufe er stets seinen Trainingsmarathon, diesmal war die Runde nur etwas kürzer. Viel bringt viel sei schon immer sein Motto gewesen. Sein Erfolgsrezept brachte ihm unter anderem sechs Siege beim Bremen-Marathon ein. Seitdem Oliver Sebrantke als Triathlet unterwegs ist, trainiert er noch mehr als zuvor als reiner Läufer.

Täglich ein Halbmarathon, Samstags ein Marathon

Vor rund zehn Monaten meldete sich Sebrantke gemeinsam mit Vereinskollegen zum Ironman Hamburg an. Die Ironman-Premiere in der Hansestadt ist zugleich die Langdistanz-Premiere des Stuhrers. Mit der Erfahrung von zwei Mitteldistanzen begibt er sich am 13. August als Rookie zum ersten Mal in den Wettkampf über 3,8 km Schwimmen, 180 km auf dem Rad mit anschließendem Marathonlauf.

Aus seiner Vorbereitung auf Hamburg macht der 41-Jährige kein Geheimnis. Sie lief, so Sebrantke, nach einem im Wesentlichen feststehenden Muster ab: Elf Trainingseinheiten wöchentlich, in der Woche wird grundsätzlich täglich die Halbmarathondistanz gelaufen, Samstag ist Marathontag und Sonntag waren es regelmäßig um 180 km auf dem Rennrad. Hinzu kamen die Schwimmeinheiten. Aufstehen um 5.30 Uhr, Trainingsbeginn um 6.30 Uhr im Bremer Stadionbad, mit Neo, das Wasser ist sonst zu kalt für bis zu vier Trainings-kilometer. Einen Grund, hier zu kneifen, fand Sebrantke nicht: „Schließlich bin ich seit vier Monaten verletzungsfrei. Und mit Gerhard Breuner haben wir einen exzellenten Schwimmtrainer, der durch uns erst richtig Triathlon kennengelernt hat.“ Mit „wir“ sind in diesem Zusammenhang die Trainingspartner Mario Lawendel und Kay Schwarzer gemeint. Beide werden ebenfalls in Hamburg an den Start gehen, ebenso unter anderem Jan Neubauer, der in 9:30:24 Stunden der bislang schnellste Ironman im Tri-Wölfe-Trikot ist.

Trainingspartner sehen sich nicht als Konkurrenten

Von einer Konkurrenz durch seine Teamkollegen will Oliver Sebrantke im Hinblick auf Hamburg nicht sprechen: „Wir sind Trainingspartner, und jeder startet ja in seiner eigenen Altersklasse.“ Konkurrenten hat Sebrantke in seiner AK 40 mit „geschätzten 600 bis 700“ genug. Dort möchte er sich behaupten: „Natürlich zählt zu allererst das Finish. Na ja, vielleicht mit einer Zeit um zehn Stunden …, 9:30 Stunden wären natürlich auch klasse.“

40 Slots zur Ironman-WM auf Hawaii werden in Hamburg quer über alle Altersklassen vergeben. „Wer sich qualifizieren will, hat es woanders leichter als bei der starken Besetzung in Hamburg“, vermutet Sebrantke. Immerhin hat sich der Stuhrer informiert, wie schnell die AK 40er dafür beim Ironman Frankfurt sein mussten: „9:13 Stunden, und die Strecke in Frankfurt war kürzer.“ Aber er will ja gar keine Gedanken an Hawaii verschwenden. Es würde auch gar nicht in den Terminplan passen, da sind längst der Bremen-Marathon und der Athen-Marathon notiert.

Quelle: Kreiszeitung vom 01.08.2017 (el)

 

 


Olympische Distanz













Platz Name AK Platz AK 1500 m swim 40 km bike 10 km run Zeit
16 Sebrantke, Oliver TM 40 3 00:26:31 01:05:46 00:37:19 02:09:36
60 Jüttner, Björn TM 35 8 00:24:49 01:11:11 00:42:41 02:18:42
74 Miehlke, Sebastian TM 30 14 00:29:19 01:05:31 00:45:40 02:20:30
85 Doodeman, Stephan
TM 50 10 00:30:50 01:10:42 00:40:08 02:21:41
139 Nasko, Lennart TM 20 12 00:24:48 01:16:04 00:48:01 02:28:55
147 Weber, Thorsten TM 40 20 00:32:32 01:08:23 00:48:55 02:29:51
289 Finster, Lutz TM 55 21 00:29:43 01:19:01 00:55:08 02:56:22
87 Rohlfs, Carmen TW 25 16 00:35:09 01:26:09 00:58:02 02:59:20
298 Korn, Michael TM 50 58 00:34:45 01:25:30 01:05:41 03:05:58









Sprinttriathlon

500 m swim 20 km bike 5 km run Zeit
3 Lawendel, Mario TM 30 1 00:08:17 00:35:19 00:18:37 01:02:14
27 Münster, Helmut TM 60 1 00:11:37 00:44:42 00:25:27 01:21:48
28 Jung, Andreas TM 55 3 00:10:48 00:45:31 00:26:07 01:22:27









Volkstriathlon

500 m swim 20 km bike 5 km run Zeit
5 Schröder, Julia TW 20 2 00:12:25 00:45:35 00:24:13 01:22:14
103 Al-Msuker, Adnan TM Jun 3 00:12:29 00:44:49 00:28:53 01:26:12
58 Brümmer, Edyta TW 30 9 00:12:22 00:55:47 00:34:23 01:42:33









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Tri-Wölfe - die Triathlonabteilung des LC Hansa Stuhr