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13.08.2017 - Ironman Hamburg

 

Nächster Halt: Kailua – Kona


Neubauer und Sebrantke lösen in Hamburg Tickets für Ironman auf Hawaii – Golenia und Ehlers auf Podest

 

Hamburg. „Aloha, Hawaii!“ heißt es nun für Jan Neubauer und Oliver Sebrantke vom LC Hansa Stuhr. Bei der Ironman-Premiere in Hamburg sicherte sich Neubauer bei seinem fünften Ironman-Rennen in persönlicher Bestzeit von 9:18:46 Stunden den begehrten Slot für die Weltmeisterschaft auf Hawaii. Gleiches Kunststück gelang „Rookie“ Sebrantke in 9:22:23 Stunden. „Für uns war dieser Ironman der erfolgreichste Wettkampf in der Vereinsgeschichte“, fasste Neubauer die Ergebnisse der sieben gestarteten Tri-Wölfe zusammen. Mit Christiane Golenia als Zweite der Altersklasse (AK) 55 sowie Sandra Ehlers (SC Weyhe) als Dritte der AK 40 schafften zwei Athletinnen den Sprung aufs Siegertreppchen.

Rund 2400 Athleten hatten in Hamburg ein Triathlonfest erlebt. Von einer riesigen Zuschauermenge wurden die Sportler auf ihrem abschließenden Marathon entlang der Alster angefeuert und schließlich beim Finish auf dem Rathausmarkt euphorisch gefeiert. Unter den Zuschauern befanden sich zahlreiche Triathlonfans aus dem Kreisgebiet, die ihre Athleten unterstützten. „Wir haben einen großartigen Support an der Strecke erlebt“, betonte Neubauer:Das hat sicher einige Minuten gebracht - und speziell von den Qualen auf der letzten Laufrunde abgelenkt.“

Zunächst waren die Starter allerdings in den ersten beiden Disziplinen vorwiegend unter sich gewesen. Ab 6.50 Uhr ging es auf die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke in der Binnen- und Außenalster, anschließend auf zwei Radrunden, die mit 182 Kilometern aufgrund einer Baustelle sogar zwei Kilometer länger waren als beim Ironman üblich - und sich bei insgesamt 1000 Höhenmeter und windanfälligen, kurvenreichen Kurs zudem als recht anspruchsvoll erwiesen.

Keinesweg überraschend übernahm zunächst Mario Lawendel die Führung bei den Tri-Wölfen. Der Stuhrer hatte sich mit über 7000 Rad-Kilometern intensiv auf seine vierte Langdistanz vorbereitet. Auf der Laufstrecke legte Lawendel zunächst ein Tempo für eine Marathonzeit von unter drei Stunden vor: „Ich lag auf Platz 22 inklusive der Profis“, sagte Lawendel. „Das beflügelte mich noch mehr. Ich wollte eine Zeit von unter neun Stunden.“ Die bittere Erkenntnis, dass er sich „verzockt“ hatte, kam bei der Halbmarathonmarke. Auf der letzten von vier Runden mobilisierte Lawendel noch einmal alle Kräfte, sodass am Ende noch eine persönliche Bestzeit von 9:30:27 Stunden heraussprang.

Den schnellsten Laufsplit aller „Agegrouper“ legte in Hamburg Oliver Sebrantke mit 2:54:21 Stunden hin. Damit sicherte er sich den hierfür ausgeschriebenen Sonderpreis. Als es bei der Siegerehrung um die Slotvergabe für Hawaii ging, jubelte Sebrankte erneut. Als Altersklassen-Fünfter sicherte er sich durch den Verzicht eines Vorplatzierten das Startrecht für die WM in Kailua-Kona (14. Oktober). Die gleichen Glücksgefühle erlebte Neubauer.

Starke Zehn-Stunden-Zeiten erzielten in Hamburg weitere „Rookies“: Ralf Gehrke (TSV Schwarme) finishte in 10:04 Stunden gefolgt von den Tri-Wölfen Kay Schwarzer (10:08 Stunden) und Björn Jüttner (10:42 Stunden). Tri-Wolf Andreas Leiko benötigte 10:38 Stunden. Die magischen Worte „You are an Ironman“ genoss Thorsten Glatthor (TSV Schwarme) bei seinem ersten Ironman nach 11:32 Stunden, gefolgt von Sascha Bettker (SC Weyhe, 11:52 Std).

Nach 2015 in Roth gelang Sandra Ehlers (10:44 Stunden) erneut als AK-Dritte der Sprung aufs Siegertreppchen. Bronze hatte sich die Weyherin erst auf den letzten Kilometern mit einem starken Marathonlauf in 3:40 Stunden gesichert. Damit durfte Ehlers sehr zufrieden sein, nachdem sie im Vorjahr nach einem Unfall keine Langdistanz hatte bestreiten können. Auch in diesem Jahr musste sie nach einem Zeckenbiss eine wochenlange Trainingspause einlegen.

Tri-Wölfin Christiane Golenia beendete das Abenteuer Langdistanz nach 12:02 Stunden auf einem unerwarteten zweiten AK-Platz. Beiden Athletinnen verpassten damit den Hawaii-Slot um einen Platz.

 

Quelle: Kreiszeitung vom 17.08.2017

 

 

Platz gesamt AK Platz AK Name 3,8 km swim T 1 182 km bike T 2 42,2km run Zeit
27 M 35 7 Neubauer, Jan 01:03:07 00:04:23 04:58:54 00:03:51 03:08:32 09:18:46
32 M 40 5 Sebrantke, Oliver 01:08:06 00:04:43 05:11:29 00:03:47 02:54:21 09:22:23
58 M 30 14 Lawendel, Mario 01:02:14 00:04:43 04:59:45 00:04:05 03:19:43 09:30:27
209 M 35 38 Schwarzer, Kay 01:04:54 00:05:17 05:10:16 00:05:44 03:42:00 10:08:10
432 M 40 86 Leiko, Andreas 01:01:34 00:05:24 05:10:52 00:05:13 04:15:27 10:38:28
450 M 35 89 Jüttner, Björn 01:03:09 00:06:35 05:48:18 00:05:15 03:38:54 10:42:08
107 W 55 2 Golenia, Christiane 01:27:24 00:07:42 05:58:29 00:06:41 04:22:07 12:02:20











       

Ergebnisse







 
 
 

Mit der 9:30 konnte ich zwar gestern eine neue Bestzeit erreichen (2014 IM Mallorca 9:35) dennoch bin ich mit diesem Ergebnis unzufrieden bzw. enttäuscht.

Die Vorbereitung für meine 4. LD war mit Abstand die intensivste. Alleine auf dem Rad habe ich bis letzte Woche über 7000km zurückgelegt. Das Schwimmen hätte eigentlich 5 min. schneller sein müssen, um so mehr habe ich mich gefreut, dass ich mit Kumpel Jan (mal wieder) gemeinsam die Radstrecke zurücklegen konnte. Dabei gelang es uns, trotz der nicht so schnellen Radstrecke unter der heiligen 5:00 Marke zu bleiben. Nach einem

 

routinierten Wechsel durfte ich schnell feststellen dass die Laufbeine sich sehr gut anfühlten und somit habe ich bewusst versucht eine Marathonzeit von unter 3:00 Std. anzustreben, was eigentlich auch realistisch hätte sein müssen. Nach dem Wechselpunkt auf der 1. Runde wusste ich, dass ich gegenwärtig auf Platz 22 (inkl Pros) gelegen habe, dies beflügelte mich noch mehr. Denn die Hochrechnung bis hierhin lautete SUB9 ! Leider sollte sich dies zur Halbmarathon-Marke als ein grausamer Fehler herausstellen. Ich konnte das Tempo schon so früh nicht mehr halten, eine

kleine Welt brach zusammen, gefolgt von diversen Gehpausen. Zusehends verlor ich wieder Platz um Platz und eigentlich sollte jemand mit meiner Erfahrung wissen, dass ein Marathon erst bei Km32 anfängt. Auf der letzten Runde konnte ich nochmal ein paar Kräfte mobilisieren, als mir klar wurde, dass immerhin noch eine Bestzeit drin sein müsste.

Fazit : Ich habe mich verzockt ! Bis zur Halbmarathonmarke dachte ich, dass ich den berühmten "Tag X" (O-Ton Frank Mömkes) erwischt hätte.

Eine weitere LD ist so schnell nicht geplant, aber es war auch nicht die letzte, zumindest habe ich schon das Grüne Licht von Claudia erhalten ;-)

Für meine Kumpels Jan und Olli freue mich unendlich, vor allem für Jan, mit dem ich das Abenteuer LD vom ersten Schritt an gemeinsam seit unserem Debüt 2009 bestreite. Die Jungs haben es sich verdient ! Noch mehr freut es mich, dass wir mit 7 Wölfen gemeinsam den IRONMAN erlebt haben, insbesondere das Erreichte der Debütanten war grandios. Und ich verspreche mir davon, dass demnächst weitere Tri-Wölfe sich dadurch ambitioniert fühlen, sich auf diese Reise einzulassen. (Mario)

 

Das Schwimmen war, wie Gerd sagen würde, „Auf Rutsch“, sprich anstrengend durch das Battle mit anderen Athleten, aber dennoch bin ich entspannt aus dem Wasser gekommen, auch wenn ich meine Zielzeit von einer Stunde leider nicht ganz erreicht habe.

Auf dem Rad nach ca. 25km hatte ich eine Reifenpanne im vorderen Schlauchreifen, so dass die „Milch“, die ich zuvor eingefüllt hatte im hohen Bogen aus dem Loch auf der Lauffläche spritzte und ich dachte schon, dass das Rennen für mich an dieser Stelle gelaufen wäre, was auch gleich von einem mich überholten Athleten mit „Das wars dann wohl“

 

kommentiert wurde. Zu seiner und meiner Verwunderung schloss sich das Loch durch die austretende Flüssigkeit jedoch recht schnell, und ich konnte mit 5 statt 10 Bar das Rennen fortsetzen. Auch die Kurven waren so durchaus noch fahrbar.

Immer wieder musste ich mich daran erinnern in regelmäßigen Abständen Flüssigkeit, Gels und Riegel zu mir zu nehmen, um nicht einzubrechen. Nach 05:10 h radeln suchte ich dann in der Wechselzone noch schnell das Dixi auf, bevor es auf die Laufstrecke ging. Von Anfang an nahm ich jede Verpflegungsstation mit nahm einen bunten Mix von dem Angebot zu mir. Mein Tempo blieb einigermaßen konstant und ich versuchte mein gefundenes Tempo beizubehalten.

Insbesondere auf der Laufstrecke waren sehr viele Fans an unterschiedlichen Streckenabschnitten aus Bremen, Hamburg und mir Unbekannte, die meinen Namen riefen. Das hat mich immer wieder unheimlich motiviert. Selbst unser jüngster Nachwuchsathlet Jonas sagte irgendwann zu mir: „Kay, ich weiß nicht wie weit Du bist, aber Du schaffst das!“  In der letzten Runde hatte ich mir vorgenommen, nochmal einen 5er Schnitt zu laufen, um unter 10h zu bleiben, aber meine Blase am kleinen Zeh ließ es nicht zu. So kam ich dann nach 10:08h freudestrahlend ins Ziel. Mit so einem guten Ergebnis hatte ich nicht gerechnet. 

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an alle die uns angefeuert und die Daumen gedrückt haben. Ihr wart es letztendlich, die uns immer wieder dazu gebracht habt noch eine Schippe drauf zu legen, um überhaupt diese Finisher-Zeiten hinlegen zu können. (Kay)

 

"You are an Ironman" - Gestern war es endlich soweit, nach 190 Schwimmkilometern, 4400km auf dem Rad und 1600 Laufkilometern in den letzten gut sechs Monaten im Training hörte ich die "magischen Worte" beim Zieleinlauf des Ironman in Hamburg.
Vielen Dank für die tolle Unterstützung an der Strecke (gefühlt stand an jeder Ecke ein bekanntes Gesicht), an meine Trainingspartner, die mir die eine oder andere lange Einheit deutlich leichter gemacht haben und vor allem an Steffi und Mats, die mich im letzten halben Jahr doch etwas weniger zu Gesicht bekommen haben und mir ganz toll den Rücken frei gehalten haben!!!
Es gibt grundsätzlich sicher schönere Dinge als am frühen

 

Morgen in die ca. 18 Grad kalte braune Brühe der Binnenaltster zu springen aber nun ja...Das Schwimmen lief für mich sehr gut. Ich konnte recht entspannt und ohne große Prügelei (Rolling-Start sei Dank) den ersten Teil des Wettkampfes hinter mich bringen.

Nun ging es in die ca. 800m (!) lange Wechselzone, um sich für das Radfahren zu präparieren. Die erste Runde lief überraschend gut. Obwohl ich die erste Stunde bewusst wenig in die Belastung gegangen bin, stand ein für mich ordentlich Schnitt auf dem Tacho. In der zweiten Runde frischte der Wind ein wenig auf, so dass der Schnitt ein wenig sank. Auf den letzten ca. 20km ging es dann mit Rückenwind in die Innenstadt zum zweiten Wechsel.
Das Laufen war dann das absolute Highlight! Super Stimmung, viele anfeuernde Tri-Wölfe, Angehörige und Mitglieder befreundeter Vereine machten die Anstrengung fast vergessen. Ich wollte den abschließenden Marathon gerne in ca. 3:30 Std laufen, mich aber gleichzeitig nicht zum Sklaven meiner Uhr machen. Nach den ersten beiden der vier Laufrunden befürchtete ich einen Einbruch, welcher aber zum Glück nicht kam.
Freudestrahlend konnte ich auf den roten Teppich im Zielbereich einbiegen und die letzten Meter genießen konnte - ein tolles Gefühl! (Björn)

 

Was passiert einem Ironman da eigentlich auf der Finishline? Ich war bei etlichen Rennen Zuschauer gewesen. Nun wollt ich es selbst erfahren. Es ging ums Finish, ich hatte versucht, mich der Erwartungshaltung, die ich aus meinem Umfeld in Bezug auf Zeit und Platz verspürte, zu entziehen. Das Schwimmen war gruseliger als befürchtet, die Radzeit trotz Boxenstopp auf einem (Baustellen!-) Dixi super, das Laufen am Ende schwer. Tunnelblick. Dankbar habe ich da die Aufmunterungen vom Streckenrand angenommen. Nach 39 km der allererste Blick auf die Uhr. Wie? Wirklich noch im Elfstundenbereich? Der Zieleinlauf: Einzigartig! Nur wer es selbst erlebt hat, weiß, was da passiert! (Christiane)

 

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Tri-Wölfe - die Triathlonabteilung des LC Hansa Stuhr