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29.07.2018 - Ironman Hamburg

 

Auf einmal ein Duathlon


Benjamin Koc ganz stark beim Ironman Hamburg


Hamburg/Weyhe/Stuhr . „You are an Ironman!“ - als der Kirchweyher Benjamin Koc auf der Zielgeraden des Ironman Hamburg diese legendären Worte hörte, waren alle Anstrengungen des vorangegangenen Wettkampf vergessen. Das Rennen war nicht mit der Premiere vor einem Jahr zu vergleichen, denn aufgrund von Blaualgen in der Alster war das Schwimmen über 3,8 Kilometer durch einen Lauf über sechs Kilometer ersetzt worden.

Zwei Tage vor dem Rennen wurde das Schwimmen offiziell abgesagt. Trotzdem zögerte Koc im Gegensatz zu vielen anderen Teilnehmern keinen Moment, dennoch zu starten. „Ich dachte, wer hat denn je schon mal so einen langen Duathlon absolviert.“ Koc legte den ersten Laufsplit in 23:14 Minuten hin. Anschließend ging es auf die neue 180,2 km lange, flache Radstrecke, die insgesamt für schnelle Zeiten sorgte. Nach 5:45 Stunden folgte der Wechsel zum Marathonlauf. Dabei zahlte Koc bei seinem Ironman-Debüt Lehrgeld. „Mit 4:30 Minuten pro Kilometer bin ich zu schnell angegegangen.“ Die hohen Temperaturen von knapp unter 30 Grad taten ihr Übriges. Nach 20 km kam der „Einbruch“, am Ende benötigte der 36-Jährige 4:04 Stunden für die 42,2 Kilometer. Den Zieleinlauf nach 10:25:35 Stunden als 167. seine Altersklasse M 35 erlebte Koc sehr emotional: „Ich war überglücklich.“ Die erzielten Zeiten sind nicht mit dem eines Langdistanztriathlons vergleichbar. Dennoch durften sich die Finisher als Ironman fühlen, die Schnellsten sicherten sich das Ticket für die Ironman-WM auf Hawaii. Einen „richtigen“ Ironman hat Koc nun für den Ironman 2020 in Frankfurt geplant.

Dass aus dem Triathlon ein Duathlon wurde, war für den Stuhrer Manfred Hinzmann (TCB Bremen) ein Problem. „Ich wäre lieber geschwommen als gelaufen“, erklärte der 79-Jährige. Nach „ganz gut“ absolviertem Radsplit gab Hinzmann den Marathon nach der ersten von vier Runden auf: „Es war sehr heiß, das war mir einfach zu heftig. Ich hatte mir ausgerechnet, dass es nicht für eine Finish bis zum Zielschluss um 23 Uhr reichen würde.“ Ohne sich, wie erhofft, noch einmal für Hawaii zu qualifizieren, verabschiedete sich Hinzmann damit von der Langdistanz. „Darüber bin ich auch nicht wirklich traurig“, versicherte der Stuhrer. Schließlich will er über kürzere Distanzen weiterhin starten.

Zu den weiteren Teilnehmern auf unserer Region gehörte auch Klaus van Marwick von den Tri-Wölfen des LC Hansa Stuhr. Er belegte in der Altersklasse M 60 in11:31:31 Stunden den 23. Rang.

Über ein Schwimmverbot müssen sich die Triathleten des SC Weyhe bei ihrer Langdistanz am kommenden Sonntag keine Gedanken machen. Beim Ostseeman in Glücksburg wollen Horst Wittmershaus, Arne Reuter, Sascha Bettker und Martin Bramkamp an den Start gehen.


Quelle: Weser-Kurier / Regionale Rundschau vom 04.08.2018 (Christiane Golenia)

 

 

Platz gesamt Name AK Platz AK 6 km run 180,2 km bike 42.2 km run Zeit
1449 Van Marwick, Klaus M 60 23
05:33:25 05:09:35 11:31:31









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Tri-Wölfe - die Triathlonabteilung des LC Hansa Stuhr