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26.08.2018 - Ironman Vichy


Foto: FinisherPix

Was hatte ich mich noch im Frühjahr auf diesen Wettkampf gefreut. Doch es wurde in der Vorbereitung immer schwieriger. Die Krönung war dann eine Woche vor dem Rennen eine Zerrung in der Wade. Trotz Physio, Tape und Kompressionsstrümpfen (zum ersten Mal damit unterwegs) konnte ich drei Tage vorher keine 10 min beschwerdefrei joggen. Da war es eigentlich Quatsch, überhaupt die über 1000km Anreise auf sich zu nehmen. Ein DNF schien sicher.

Die Trainingseinheiten bei hochsommerlichen Temperaturen waren für diesen Wettkampf überflüssig gewesen. Beim Schwimmstart um 7 Uhr zeigten die Apps zwischen 8 und 12 Grad! In meinem blauen Wechselbeutel befand sich neben den Kompressionsstrümpfen, Helm, Schuhen und Brille lediglich unser kurzärmliges Radtrikot. Die Schwimmstrecke im Lac d'Allier schien mir von Land aus betrachtet einfach. Im Wasser sah das für mich anders aus: Erst gegen den Strom schwimmen, dann nach der Wende mit Blick in die aufgehende Sonne böse Orientierungsprobleme. Nach kurzem Landgang dasselbe nochmal. Raus aus dem Wasser, wollte ich zum Rad laufen. Ging leider nicht. Also gehen. Ich saß eine ganze Weile bibbernd in der Wechselzone (T 1: 10:40min) und fragte mich, ob es so wirklich Sinn macht, aufs Rad zu steigen. Die Radstrecke ist landschaftlich schön, dir wird in der Sonne schon schnell warm werden, also los. War leider nicht so: Aus Vichy raus fuhren wir in eine km-lange Nebelwand. Nasse Haare, nasses Trikot, eisige Kälte.

 

Ich war mit noch nie auf dem Rad erreichten Pulswerten unterwegs, um da raus zu kommen. Endlich Sonne. Dennoch war der Radsplit auch da kein Genuss: Der größtenteils sehr schadhafte grobe Asphalt erforderte volle Konzentration. Ach, und Dixis entlang der Radstrecke gibt es in Frankreich auch nicht. Man macht überall, frau eher im noch nicht geernteten Maisfeld.

Nach dem Abstieg vom Rad passierte das Erwartete: Laufen ging nicht. Also bin ich erstmal gegangen, dann wieder ein Stück angelaufen, wieder gegangen, wieder ein Stück weitergelaufen, gegangen...Wann ist eigentlich Zielschluss? Jetzt doch nicht besser umdrehen und aus dem Wettkampf abmelden? Die Zuschauer entlang der wunderschönen Laufstrecke am Ufer des Allier (4 Runden a 10,5 km, achtmal über die Brücken, dreimal an der Finisherline vorbei) sorgten für eine großartige Stimmung! Immer wieder wurde mir "Allez, allez, courage!" zugerufen. Das half unglaublich! Irgendwann schaffte ich es, von Verpflegungsstand zu Verpflegungsstand zu laufen, kurzer Stopp und weiter.

Es ging ums Finish. Dass sich beim Laufsplit in meiner Altersklasse zwischen den ersten Vier spannende Positionskämpfe (in meiner Altersklasse eher ungewöhnlich)  abspielten, ging an mir vorbei. Die bislang führende Österreicherin brach völlig ein und wurde Dritte. Monique aus Belgien machte das Rennen ihres Lebens und stürmte von vier auf eins vor und ich erfuhr nach dem Auschecken, dass ich Zweite war! Happy!

Monique hat den Slot für Hawaii angenommen. Gut so. (Christiane)

 

 

 

Platz w Name AK Platz AK 3,8 km swim 180,2 km bike 42,2 km run Zeit
86 Golenia, Christiane W 55 2 01:30:10 06:15:18 04:32:54 12:34:56









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