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07.07.2019 - 36. DATEV Challenge Roth


v.l. Christian Walz, Mario Lawendel, Helmut Münster, Sebastian Miehlke, Ulrike Münster, Stephan Doodeman, Gerhard Neye, Björn Jüttner, Jan Neubauer. Es fehlen: Thorsten Weber und Kay Schwarzer


20 Triathleten zeitgleich im Einsatz

Von Christiane Golenia 04.07.2019

Am Sonntag steigt ein Fernduell: Die Triathleten des SC Weyhe treten beim Ironman Austria in Klagenfurt an. Währenddessen versuchen sich die Tri-Wölfe des LC Hansa Stuhr beim legendären Challenge Roth.

Weyhe/Stuhr. Noch nie waren so viele Triathleten des SC Weyhe und von den Tri-Wölfen des LC Hansa Stuhr an ein und demselben Tag auf der Langdistanz unterwegs wie am kommenden Sonntag: 20 Athleten starten zeitgleich, aber nicht gemeinsam. Während sich die Weyher für einen Start beim Ironman Austria in Klagenfurt entschieden haben, konzentrieren sich die Tri-Wölfe auf die Challenge Roth. Auch wenn jeder Athlet auf seinen 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad und beim abschließenden Marathon vor allem mit sich selbst beschäftigt sein wird, wird irgendwann nach dem Finish auch ein Vergleich mit den Ergebnissen des Nachbarvereins erfolgen. „Irgendwie ist es ja doch so etwas wie ein Fernduell“, bestätigt Horst Wittmershaus.

2002 bestritt Wittmershaus seine erste Langdistanz – und zwar in Roth. 2006 stellte er seine im Kreis Diepholz immer noch unerreichte Bestzeit von 8:30:59 Stunden auf. Mit seinen inzwischen 50 Jahren erreichte der Syker im Vorjahr beim Ostseeman in seiner Altersklasse im deutschsprachigen Raum nach eigener Recherche bislang unerreichte 8:58:14 Stunden. Für seine 16. Langdistanz hat er nun wieder den Ironman Austria gewählt, weil „es Spaß macht, mit so vielen Weyhern zu starten. Nach vielen Jahren Ostseeman endlich mal wieder ein Ironman. Da wäre es schön, wenn das Ergebnis für eine Qualifikation zur Ironman-WM auf Hawaii reicht.“

Eine Teilnahme an den Weltmeisterschaften auf Hawaii hat sich nicht nur Wittmershaus zum Ziel gesetzt. Auch Arne Reuter möchte sich diesen Traum 2019 erfüllen. „Das wird allerdings keine Selbstläufer“, weiß er nur zu gut. „Für einen Hawaii-Slot in der M40 darf ich vermutlich nicht länger als 9:10 Stunden benötigen.“ Immerhin lief die Vorbereitung vielversprechend, und die nötige Erfahrung bringt Reuter aus bereits acht erfolgreich absolvierten Langdistanzen mit. Teamkollege Martin Bramkamp (M45) hofft bei seiner zweiten Langdistanz ebenfalls auf einen Hawaiislot mit einem angepeilten Finish in 9:30 Stunden. Weder einen vorderen

Platz noch eine bestimmte Zeit haben sich Frank Zühlke, Gerd Cordes und Sascha Bettker vorgenommen. Und auch nicht Olaf Meiners, der in Klagenfurt seine 17. und zugleich letzte Langdistanz erfolgreich finishen will: „Ich möchte nur vernünftig durchkommen und die Stimmung genießen.“ Von Hawaii will Sandra Ehlers diesmal nicht sprechen. Auf ihren bisherigen sechs Langdistanzen hat die Sykerin wiederholt nur knapp einen Slot verpasst. Ihren ersten Ironman absolvierte Ehlers 2010 eben in Klagenfurt „auf einer der schönsten Strecken“. Ein Finish „zwischen 10:30 und elf Stunden“ wünscht sie sich. Mit den Weyhern sind in Klagenfurt auch zwei Tri-Wölfe unterwegs. Für Dörthe Krumsieg ist es die zweite, für Partner Florian Schigelski, der auf eine Zielzeit von elf Stunden hofft, die dritte Langdistanz. „Gemeinsam mit Dörthe am Start zu sein, ist für mich etwas Besonderes. Wettkämpfe im Ausland in Verbindung mit Urlaub mögen wir.“

Bereits ein Jahr nach ihrer Gründung starteten die Tri-Wölfe vom LC Hansa Stuhr zum ersten Mal als Gruppe bei der Challenge Roth. „Im Rudel sind wir stark“, lautete 2009 das Motto. Jan Neubauer und Mario Lawendel gaben damals ihre Premiere auf der Langdistanz. Zehn Jahre später stehen sie an der Spitze eines insgesamt zehnköpfigen Teams. Für Neubauer eine zusätzliche Motivation: „Roth ist die weltweit größte Langdistanz mit einer tollen Stimmung an der Strecke. Nach der gemeinsamen Vorbereitung freue ich mich auf den gemeinsamen Wettkampf.“ Abteilungsleiter Neubauer (M40) hat als einziger des Tri-Wölfe-Teams bereits einen Start bei der Ironman-WM auf Hawaii erlebt. Roth 2019 wird sein siebtes Langdistanz-Rennen, und er weiß nur zu gut: „Eine Langdistanz kann man zwar planen, aber es kann in den vielen Stunden, die man unterwegs ist, einiges passieren.“ 2017 erzielte er in Hamburg in 9:18:46 Stunden trotz eines um zwei Kilometer verlängerten Radkurses seine Bestzeit. Seine Prognose klingt dieses Mal eher vorsichtig: „Die Zeit von 9:37 Stunden aus 2009 toppen – und vielleicht geht ja noch etwas mehr.“

Wesentlich angriffslustiger dagegen ist Mario Lawendel (M35), der vor zwei Jahren in Hamburg in Bestzeit von 9:30 Stunden das Rennen beendete: „Ich möchte mich erneut mit Kumpel Jan beweisen und fühle mich so gut vorbereitet wie nie zuvor. Ich peile einen Top-100-Platz in unter 9:30 Stunden an.“ Aus seinen bisherigen vier Langdistanzen hat der läuferisch erheblich verbesserte Stuhrer gelernt: „Ich muss mich zu Beginn des Marathons zurückhalten.“

Dem „Gruppenzwang“ unterlagen wie 2017 bei ihrer ersten Langdistanz in Hamburg auch Kay Schwarzer und Björn Jüttner. Gleich sechs Tri-Wölfe feiern beim Challenge Roth ihre Langdistanzpremiere. Christian Walz, vor einem Monat M45-Vizelandesmeister auf der Mitteldistanz geworden, wird als schneller Schwimmer als Erster in der Wechselzone erwartet. Stephan Doodeman (M50) dagegen ist laufstark. Allerdings fürchtet auch er heißes Wetter: „Ich fühle mich beim Laufen eigentlich bei zehn Grad am wohlsten.“ Sebastian Miehlke wünscht sich dagegen: „Einfach durchkommen und dabei den geilsten Triathlon und die coolsten Fans der Welt erleben.“

Auch Thorsten Weber will gesund ankommen, Spaß haben und dazu unterwegs erfahren, wie es ist, Körper und Psyche für etwa zwölf Stunden einer solchen Belastung auszusetzen: „Die frühere Hetzjagd ist der moderne Ausdauersport“, sagt er und lacht. Die ältesten Stuhrer Rookies im Team sind Helmut und Ulrike Münster. Wenn nicht jetzt, wann dann, lautete das gemeinsame Motto des ausdauerstarken Ehepaares. Mit einer Zielzeit von unter 13 Stunden dürften beide in ihrer Altersklasse M/W 60 weit vorne landen.

Die letzten harten Trainingseinheiten absolvierten die Stuhrer und Weyher Athleten bei hohen Temperaturen. Sollte es die auch am 7. Juli geben, hat Altmeister Gerhard Neye einen Tipp für seine Sportkollegen parat: „Zum Abkühlen weiße Ärmlinge tragen und die immer wieder befeuchten. Das habe ich mir bei den Profis abgeschaut und es half mir total auf Hawaii.“

Zur Sache

Challenge oder Ironman

You are an Ironman!“ Immer und immer wieder begleiten die Sprecher bei einem Ironman den Zieleinlauf der Finisher mit diesen Worten. Worte, die insbesondere bei den Rookies auf den letzten Metern noch einmal Kräfte und Gefühle freisetzen. Die Triathleten des SC Weyhe werden in Klagenfurt mit diesem Ausspruch auf der Zielgeraden empfangen. Anders die Stuhrer Tri-Wölfe in Roth. Seit 2002 ist Roth kein Ironman-Rennen mehr, sondern gehört zur Challenge Familiy Weltserie. Da es sich um keine Langdistanz der Ironman Corporation handelt, ist hier auch keine Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii möglich. Dennoch gilt Roth unter Triathleten als ein Wettkampf, den man einmal gemacht haben muss. Das Rennen versetzt die Bevölkerung im Frankenland in den Ausnahmezustand, die Stimmung ist unvergleichlich. Auch die 36. Auflage war wieder im Nu ausverkauft. 3400 Einzelstarter und 650 Staffeln machen es wieder zum weltweit größten Rennen. Der Kurs ist schnell. 2016 stellte Jan Frodeno hier in 7:35:39 Stunden eine Weltbestzeit auf. Daniela Sämmler siegte 2018 in 8:43:42 Stunden mit deutschem Frauenrekord. Auch der Ironman Austria ist mit über 3000 Einzelstartern ausgebucht. Freuen dürfen sich die Athleten auf einen Schwimmkurs im Wörthersee und einen landschaftlich reizvollen neuen Radkurs durch Kärnten. Am Ende wartet auf die Besten ein Hawaii-Ticket: In allen Altersklassen werden je nach Anzahl der Starter in einer Klasse insgesamt 40 Altersklassen-Slots vergeben.

Quelle: https://www.weser-kurier.de/region/lokalsport/regionale-rundschau-syker-kurier-lokalsport_artikel,-20-triathleten-zeitgleich-im-einsatz-_arid,1842345.html


 

 

Liebe Wölfe,

Roth wird heiß.

Meine erste Langdistanz in Roth, in 2008, war total im Regen. Trotzdem bleiben die Erinnerungen. Mit dabei waren

Frank Mömkes , 3. Platz der Deutschen Meisterschaft in der AK 45, in 9:29:46 Std. Frank sagte, es sei das schlimmste  Rennen in seiner Triathlonkarriere gewesen.

Maik Schindler, 3. Platz der deutschen Meisterschaft in der AK 20, in 9:19:28 Std. ( auf dem Foto ganz links )

Henrik Endl, Aufgabe nach dem Rad,

Gerhard Neye, 3. Platz der Deutschen Meisterschaft in der AK 65 in 13:01:05 Std. Ich habe allein neun Minuten für den Wechsel zwischen Rad und Laufen gebraucht , aufgrund der Kälte auf dem Rad.

Legende und erster Deutscher Ironman Hawaii-Sieger von 1997, Thomas Hellriegel, auf dem Bild mit Mütze, hier als Deutscher Meister,

Ein Ironman muss sich auch quälen können. Aufgeben gibt es nicht, denkt an Frodeno.

Viel Erfolg und einen guten Wettkampf wünscht euch euer

Grauer Wolf Gerhard

 

Challenge Roth 2009:

 
 

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