News

28.04.-15.05.2020 - 39. Ossiloop als "Ossiloop Anners"

Der 39. Ossiloop – 2020 als „Ossiloop anners“

Der Ossiloop ist in Ostfriesland seit vielen Jahren eine Kultveranstaltung. Seit der ersten Durchführung, die 1982 mit 24 Teilnehmern stattfand und den ca. 3000, die 2019 teilnahmen, liegt eine lange Geschichte. Diese wurde um eine besondere Ausgabe erweitert. Die drohende Absage des Etappenlaufes durch die Kontaktsperrungen Anfang März 2020 machte die Ausrichter um Edzard Wirtjes aus Leer erfinderisch. 

Der Ossiloop ist durch seine einmalige Struktur regional geprägt. An sechs Etappentagen – über drei Wochen jeweils dienstags und freitags mit Startzeit um 19 Uhr – laufen die Teilnehmer durch Ostfriesland. Für mich als Bremer und Erstteilnehmer war es letztes Jahr schwierig jeweils um 19h in Logabirum, Bagbang, Hesel und wie sonst die Orte dort heißen an der Startlinie zu stehen, die Etappe zu laufen, dann irgendwie die Kilometer vom Ziel wieder zurück, manchmal mit dem Fahrrad, zum Auto zurück und von dort wieder nach Hause zu kommen. Der dreiwöchige Lauf geht von Leer an die Nordsee oder im anderen Jahr vom Meer nach Leer. Die Etappenlängen liegen zwischen 9,6 und 12 km.

In diesem Jahr erstellten die Ausrichter eine Ossiloop App. Alle Teilnehmer erhielten einen Zugangscode und loggten sich an den jeweiligen Etappentagen (der erste war am Dienstag, dem 28. April) in einem Fenster von 8:00 bis 21:00 Uhr mit Startnummer und Code ein.

Der diesjährige Lauf knackte den Teilnehmerrekord vom letzten Jahr mit 3.500 Läuferinnen und Läufern deutlich (und dies bei einem 5€ höheren Teilnehmerbeitrag als letztes Jahr von 50€ !). Der Ossiloop wurde in 17 Ländern gelaufen.

Über die App wurde die Teilnahme der einzelnen Etappen bestätigt. Ein Zeiteintrag war optional und ohne Wertung. War der Eintrag erfolgt, galt die Etappe als absolviert.

Die Teilnehmer liefen dort, wo sie gerade waren.

Meine Etappen lief ich rund um den Achterdieksee in der Vahr in Bremen. Meine Tochter, seit Anfang März Erasmus Studentin in Kroatien, lief die Etappen in der Hafenstadt Rijeka an der Adria.

Die Etappen waren an folgenden Tagen mit den entsprechen Kilometern zu absolvieren:

Dienstag, 28. April: 11,2 km, Freitag 1. Mai; 11,5 km, 
Dienstag, 5. Mai: 9,7 km. 
Freitag, 8. Mai: 11,9 km, 
Dienstag, 12. Mai: 9,8 km, 
Freitag, 15. Mai 10,2 km.

Wer alle 6 Etappen lief ist nun ein „Dörloper“ (ostfriesisch für Durchläufer) und bekommt nun das begehrte Dörloper-Shirt vom Veranstalter geschickt und eine entsprechende Urkunde. Dieses Shirt ist einmalig (und wird hoffentlich einmalig bleiben).

Durch die andere Art der Durchführung war eine Teilnahme von Läufern „weltweit“ aus 17 Ländern möglich. Eine Anmelderin aus Wien schrieb: „Das Einzige, was wir hier noch dürfen, ist joggen“ und freute sich über die Teilnahmemöglichkeit.

Schriftsteller Jan Brandt („Gegen die Welt“) – ein Butenostfriese – der in Berlin lebt, der schon immer mal an einem Ossiloop teilnehmen wollte, konnte sich dieses Jahr seinen Wunsch erfüllen, da er in Berlin lief. Der NDR berichtete, es gab einen Ossiloop Gottesdienst, es gab eine Tombola unter allen Teilnehmern, bei YouTube kann man Teilnehmer sehen, usw..

Auch sportlich ist solch ein Etappenlauf über 3 Wochen eine Herausforderung!

Was hat es gebracht:

- Es hat Spaß gemacht. Es war eine gute Motivation sich fit zu halten.

- 64,3 km gelaufen, in 5h 21min.

- Gemeinsam mit meiner Tochter über eine Entfernung von 1000 km hinweg gelaufen.

- Bewunderung, wie pfiffig und sportlich das Team um Edzard Wirtjes in Leer, Ostfriesland, diese Herausforderung gemanagt hat! (Uli)

 

 
 

Zurück

Sponsoren

















Inhaltsaufrufe: 3264969
Tri-Wölfe - die Triathlonabteilung des LC Hansa Stuhr