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27.-28.6.2020 - Bremen-Brocken-Bremen

 

Es war einfach eine unbeschreibliche Tour, 520KM, 2700HM, 22:32 Std Fahrzeit und 42:05 Std von Start zu Hause bis wieder zurück zu Hause.
Eigentlich durch soziale Medien auf die Challenge gestoßen, stand für mich fest: Das ist so verrückt, das mache ich! Kenny davon erzählt, und auch sie sagte zwei Tage später zu. Auch ein Freund und ehemaliger Arbeitskollege (André Schüürmann) war Feuer und Flamme, und wir schauten, wann wir drei zusammen Zeit hätten. Von Anfang an war klar es nicht in einem step zu fahren, sondern eine Nacht im Harz zu verbringen. Nachdem der Termin stand, Jugendherberge in Schierke gebucht und die Vorfreude stieg. In den letzten Tagen vor dem Start immer wieder Wetter gecheckt und viel miteinander kommuniziert zwecks Abbruch des Vorhabens, da starke Unwetter und Gewitter angekündigt waren, dann entschlossen doch erstmal zu starten und zu schauen wie es sich entwickelt.
Endlich, Samstag 27.6., kurze Nacht, da viel zu aufgeregt, 6:00 Uhr Treffen bei mir und Abfahrt Richtung Weserwehr, da dort Start und Zielpunkt der Challenge war. Von dort ging es auf den Weg über Verden, Rethem, Burgwedel, Peine, Salzgitter und über Wernigerode nach Schierke.
Anfangs super in den Tritt gefunden und gut vorangekommen, allerdings im Nachhinein wohl doch zu schnell (meine Schuld, sorry), dann nach Gefühl und Navi gefahren und nicht die Werte kontrolliert.
Das Wetter mit über 30 Grad und die hohe Anfangspace haben den beiden anderen doch zugesetzt. Haben dann regelmäßig pausiert, ab Salzgitter ca. alle zwei Stunden kurzer Stopp. Allerdings konnte Kenny nichts mehr essen, und ihr ging es zunehmend schlechter. Bei ca 180-190 km in einem kleinen Dorf an einem Hofkaffee mit Eisdiele nochmal längere Zeit pausiert und versucht Kenny mit Eis und kaltem Kopftuch aufzupäppeln, alles in dem Moment hart an der Grenze. André hatte sich erholt, nur sein Knie machte Ärger.
Nach viel Hin und Her, was das Beste ist, ganz locker und ruhig erstmal weiter. Es wurde langsam zäh, und so langsam lief uns die Zeit zum Einchecken in der JHB weg. Kurz vor Wernigerode noch einmal Wasser und Energie in einem kleinen Supermarkt getankt und weiter. Andrés Knie und Kennys Zustand wurden nicht wirklich besser. So entschieden wir, dass ich ab Wernigerode vorfahre und den Check in in der JHB erledige, damit wir zumindest den Schlafplatz sicher haben.
Ziel war eigentlich den Brocken am Samstag zu erledigen. Waren aber heilfroh es alle nach Schierke geschafft zu haben, somit Brocken erstmal egal.
Duschen, frische Klamotten und schauen ob es noch was zu essen gibt. Leider war in Schierke in allen Lokalen die Küche schon zu. Somit haben wir den Futterautomaten in der JHB geplündert, war nicht optimal aber die einzige und schnellste Option.
Die Nacht war gut, Zimmer top, aber André und Kenny waren nicht fit. Erstmal frühstücken, und dann mal sehen was geht.
Um 9:00 Uhr nach einem guten Frühstück Richtung Gipfel gestartet, jeder sein Tempo, Treffen oben. Regen, aber nicht kalt, somit angenehme Temperaturen zum Klettern. Brocken Gipfel erreicht, absolute Freude, Euphorie und Unglauben, es bis hier hin geschafft zu haben.
Danach trennten sich allerdings leider unsere Wege. Andrés Knie fand das Klettern nicht so gut, somit die richtige Entscheidung getroffen und den kürzesten Weg gen Bahnhof und mit Zug nach Hause.
Kenny und ich haben uns gepusht durch die bisherige Leistung langsam auf den Heimweg gemacht. Zurück nach Schierke, Elend, Braunlage, Torfhaus, Bad Harzburg wieder auf die Strecke Richtung Salzgitter. In Bad Harzburg nochmal eine ordentliche Mittagspause mit Pizza, und Kenny ging es viel besser. Zuversicht, es jetzt auch nach Hause zu schaffen.
Die Temperaturen waren perfekt zum Radfahren, allerdings nahm der Wind zu, nachdem wir die Berge hinter uns gelassen hatten. Egal, einfach fahren, wir haben es schon so weit geschafft.
Wir sind dann tatsächlich nach sehr zähen km und vielen kleinen Stopps gegen 00:50 Uhr am Weserwehr zurück gewesen. Jetzt nur noch nach Hause radeln. 01:10 Uhr endlich daheim.
Abschließend kann ich sagen: Es war der absoluter Hammer, kaum in Worte zu fassen! Das Wetter hätte viel schlimmer sein können. Defekte oder Pannen hatten wir auch keine. Super Abenteuer mit einem super Team. Und ich weiß nicht, ob ich es ohne Kenny nach Hause geschafft hätte. Wir haben uns gegenseitig die letzten km aufgebaut.
Wir sind immer noch alle geflasht von den zwei Tagen. Und André wird es auch nochmal in Angriff nehmen.
Und da wir das so ein bisschen über WhatsApp kommuniziert haben, ganz großes DANKE an die vielen guten Nachrichten aller Freunde und Vereinskollegen. Sie haben letztendlich auch zum Erfolg der Challenge beigetragen. (Vasco)
 

 
 
 

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